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Verbessertes Gesangbuch zum Gebrauch bei dem öffentlichen Gottesdienste sowohl als zur Privat-Erbauung : [nebst] Evangelien und Episteln
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Am 15. und 16. Sonntage nach Trinitatis.

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einander uns zu entrüiften und zu haffen. Lieben Brüder, so ein Mensch würde, so helfet ihm wieder zurecht etwa von einem Fehler übereilet mit sanftmüthigem Geist, die ihr geiftlich seid. Und siehe auf dich selbst, daß du nicht auch versuchet werdest. Einer trage des andern Last, so were det ihr das Gesetz Chrifti erfüllen. So aber sich jemand läßt dünken, er sei etwas, so er doch nichts ist, der betrilget fich felbft. Ein Jeglicher aber prüfe sein selbst Wert, und als dann wird er an ihm selber Ruhm haben und nicht an einem andern. Denn ein jeglicher wird seine eigene Laft tragen. Der aber unterrichtet wird mit dem Wort, der theile mit allerlei Gutes dem, der ihn unter­richtet. Irret euch nicht, Gott läßt sich nicht spotten.

Denn was der Wer auf sein Fleisch fäet, der wird Mensch fäet, das wird er ernten. von dem Fleisch das Verderben ernten. Wer aber auf den Geist fäet, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten. Laßt uns aber Gutes thun und nicht müde werden, denn zu seiner Zeit als wir denn nun Zeit haben, so laffet werden wir auch ernten ohne Aufhören. uns Gutes thun an Jedermann, aller­meißt aber an den Glaubensgenossen. Evang. am 16. Sonnt. n. Trinit., Luc. 7, v. 11-17. es begab

er

in eine Stadt mit Namen Nain gieng, und seiner Jünger giengen viel aber nahe an das Stadtthor tam, fiehe, mit ihm, und vieles Bolt. Als er da trug man einen Todten heraus, der und sie war eine Witwe, und vieles ein einziger Sohn war seiner Mutter, Voll aus der Stadt gieng mit ihr. Und derselbigen und sprach zu ihr: Weine jammerte ihn nicht! Und trat hinzu, und rührte den Sarg an, und die Träger standen. Und er sprach: Jüngling, ich sage dir, stehe auf! Und der Todte richtete sich auf, und fieng an zu reden. Und er gab ihn seiner Mutter. Und es tam sie alle 8

Evang. am 15. Sonnt. n. Trinit., Matth. 6, v. 24-34. Niemand kann zween Herrn dienen; entweder er wird einen haffen und den andern lieben, oder er wird einem anhangen und den andern ver­achten. Ihr könnet nicht Gott dienen und dem Mammon. Darum sage ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht für euren Leib, was ihr anziehen werdet. Sft nicht das Leben mehr, denn die Speise? Und der Leib mehr, denn die Kleidung? Sehet die Vögel unter dem Himmel an, sie fäen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen und euer himm­lischer Vater ernähret sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr, denn sie? Wer ist unter euch, der seiner Länge eine Elle zusetzen möge, ob er gleich darum forget? Und warum forget ihr für die Kleidung? Schauet die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen; sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, daß auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist, als derselben Eins. So ber Gott das Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heute stehet und morgen in den Ofen geworfen wird; sollte er das nicht vielmehr euch thun? O ihr Klein­gläubigen! Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir effen? wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Nach solchem allen trachten die Heiden; denn ener himmlischer Vater weiß, daß ihr des alles bedürfet. Trachtet am ersten nach dem Neiche Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen. Darum forget nicht für den andern Morgen, denn der morgende Tag wird für das seine sorgen. Es ist genug, baß ein jeglicher Lag seine eigene Plage habe.

Epistel, Gal. 5, v. 25 bis Cap. 6, v. 10.

o wir im Geiste leben, so laßt uns auch im Geiste wandeln. Laßt uns nicht eitler Ehre geizig sein, unter