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Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauche für protestantisch-evangelische Christen
Entstehung
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11. Ewig, ewig werd' ich leben; sicher der Unsterblich keit, streb' ich, mich empor zu heben über jeden Traum der Zeit. Wandeln will ich fest und still, jeden Pfad des Rechts, und will unverrückt zum Ziele streben, hier schon für den Himmel leben.

Bestimmung des Menschen,

12. Aber daß mein Flug nicht wanke, stärke mich, o Gott, dein Wort und der selige Gedanke: dort ist meine Heimath, dort! Dort ist weder Schmerz noch Leid, Wonne nur und Herrlichkeit! Dort, o Gott, vor deinem Throne, meines Kampfes Preis und Krone.

3. Andr. Cramer 1723-1788.

Mel. 89. Herzlich thut mich verlangen 2c.

7.

Unsterblichkeit! Gedanke, der meinen Geist belebt, und in der Trübsal Stunden ihn zu den Sternen hebt! Du strahlst mehr, als die Sonne, mir Licht und Wärme zu; mein Glück und meine Wonne, mein höchster Stolz bist du! 2. Ich sterbe nicht auf ewig, sonst wäre Leben Qual. Ich komme nach dem Tode zu Freuden ohne Zahl. Es stammt vom Herrn des Lebens

dies süße Vorgefühl. Er gab mir's nicht vergebens; ich seh' mein höh'res Ziel.

3. Vernichtet wird auf Er­den auch nicht der kleinste Staub. Thor! und des Menschen Seele wär' der Vernichtung Raub? Der uns das Sein gegeben, erhält, was er uns gab; schafft aus Ver­wesung Leben, lockt Keime aus dem Grab.

4. Nach einem höhern Ziele strebt hier mein Geist schon früh'; doch, ach, so sehr ich ringe, erreich' ich es doch nie. Wozu der Muth, dies Stres ben, der Keim von hoher Kraft? Für diese Spanne Leben! Wie klein, wie räth ſelhaft.

5. Der Geist des Menschen strebet nach Wahrheit und nach Licht; doch, ach, er strebt vergebens, hier findet er sie nicht. O, dieser Durst nach Wahrheit wird dort, nur dort gestillt, wo einst, in größ'rer Klarheit, der Born der Wahr­heit quillt.

6. Hier weinet oft die Tugend, verkannt, verfolgt, geschmäht, indeß des Lasters Sklave sich stolz im Glücke bläht. Dort über Sternen thronet, er, der Gericht einst