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Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauche für protestantisch-evangelische Christen
Entstehung
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ist dir's Ernst. Du darfst nur standhaft ringen, so stärkt sich deine Kraft dich selber zu bezwingen, und du wirst tugendhaft.

Bestimmung des Menschen,

4. Ja, legst du deine Mängel bei steter Selbstver­edlung ab, so prangst du dort als Engel, umfaßt gleich deinen Staub ein Grab. Dort sieht dein Geist stets heller, was er hier dunkel sah, und wächst im Guten

schneller, als es einst hier geschab. Hier wandelst du auf Erden als Kind, an Gottes Hand, um dort ein Mann zu werden an Kraft und an Verstand.

5. Groß ist dein Seelen adel; dein Ziel ist die Voll­kommenheit. Ein Leben ohne Tadel führt dich, o Mensch, zur Seligkeit. Heil ewiglich dem Frommen! Er folget immerdar dem Jesu, der voll kommen wie Gott, sein Vater, war. Drum wird er einst, erhoben hoch über Tod und Grab, den Gott vollkommen loben, der Menschenwerth ihm gab.

6. Lobsinge, Mensch, lob­finge dem Herrn, denn ewig ist dein Loos! Sei thätig, strebe, ringe, so wirst du edel,

gut und groß. O, trag' der Leiden Würde getrest Christ und Mann, weil sie des Geistes Würde erhöhen soll und kann. Stets vor­wärts, nie zurücke! dies muß dein Wahlspruch sein; so bleibt am Himmelsglücke der schönste Antheil dein.

Friedrich Mohn, 1765-1845.

Mel. 120. O Ewigkeit, du Donnerwort zc.

4. Gedanke voller Seligkeit! Gedanke der Unsterblichkeit! Du stärkster Trost im Leben! Was wär' mein Dasein ohne dich? Mit welchem Schauder würde mich die Zukunft oft durch beben! Umsonst erhebe sich mein Herz zum Himmel bei so manchem Schmerz.

2. Ich irrt' ein dunkles Thal hinab bis an mein schreckenvolles Grab, das Ziel von meinen Thränen. Was wäre meines Lebens Glück mehr, als ein flücht'ger Augen­blick, mehr als ein banges Sehnen? Was sind die Freuden dieser Welt, wenn ew'ge Nacht uns einst befällt?

3. Und ist der Leiden große Zahl in diesem dunkeln Pil­gerthal nicht oft das Loos des Lebens? Ist nicht das