Religion, Bibel.
3
4. Auf kurze Zeit bin ich Mel. 123. Nun lob', mein Seel',
den Herren 2c.
nur hier; dies laß mich nie vergessen! Nur wenig Tage hast du mir zur Uebung zu gemessen; schnell, wie ein Traum, sind sie vollbracht, und dieser schönen Erde Pracht wird dann auch mir vergehen.
3. Lobsinge, Mensch, lobsinge dem Gott, dem Preis und Ruhm gebührt, dem Schöpfer aller Dinge, dem Herrn, der weislich sie regiert! Er rief auch dich ins Leben
und
5. Drum laß mich jene Herrlichkeit, Gott, stets vor Augen haben, und hier in uns'rer Prüfungszeit um jene bessern Gaben, die mir im Tode nicht entflieh'n, vor allen Dingen mich bemüh'n, und so zur Ernte reifen!
o
6. Ein Herz, das dich, Vater, liebt, und deines Sohn's fich freuet, das so wie er die Tugend übt, und sich vor Sünden scheuet, ein solches Herz, das wird allein sich ewig deiner Güte freu'n in jenem höhern Leben.
7. Zu diesem Sinne woll'st du mir, Gott, Muth und Kräfte geben, damit ich immer möge hier nach den Gesetzen leben, die selbst im Himmel gültig sind, bis ich, als dein geprüftes Kind, zu jener Freude gehe.
Ernst Gottl. Woltersdorf, 1725-1761.
lehrte deinen Geist mit Muth nach Allem streben, was groß und ebel heißt; verlieh dir hoher Gaben und reger Kräfte viel; denn glänzend und erhaben ist, Sterblicher, dein Ziel.
Was sind die Seelendes Thier's, das nicht vernünftig denkt? Auf thierische Geschäfte sind sie vom Schöpfer eingeschränkt. Es kann bei blinden Trieben, die es befolgen muß, nichts suchen und nichts lieben, als sinnlichen Genuß; steht auf der Schöpfung Leiter, o Mensch, tief unter dir, und steiget hier nicht weiter; du bleibst sein Herrscher hier.
3. Mit edlern Fähigkeiten, die ewig wachsen, prangest du, und an Vollkommenheiten nimmst du durch Fleiß und lebung zu. Du mehrst der Weisheit Schätze, indem du täglich lernst, vollbringst des Herrn Gesetze stets leichter
1*
2. kräfte


