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Johann Friedrich Starck's tägliches Hand-Buch in guten und bösen Tagen, enthaltend Aufmunterungen, Gebete und Gesänge 1. für Gesunde, 2. Für Betrübte, 3. Für Kranke, 4. Für Sterbende : nebst mehreren Fest-Andachten und viel schönen Buß-, Reicht -, Communion- und Wettergebeten, Morgen- und Abendandachten auf alle Tage in der Woche, wie auch Kriegs-, Theurungs-, Pest- und Friedens-Gebeten [...]
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wenn ihr Kind entwöhnet wird. 693

beten, so erneuert sie das Gebet, wenn nun das Kind soll entwöhnet werden. Denn ist das nicht eine große Gnade, daß Gott die Milch dem zarten Kind gedeihen lassen, daß es nunmehr gewachsen, stark geworden, und an Kräften zugenommen, daß es ohne Milch kann mit Speise erhalten werden? Darum soll 1) eine gottselige Mutter Gott danken, daß er durch die Milch ihr Kind zu solcher Stärke gelangen las­sen, daß es nun durch andere Speise sein Leben er­halten kann. 2) Sie soll Gott danken, sonderlich wenn sie ihr Kind selbsten gestillt, daß er ihr ge­sunde Milch gegeben, zu derselben seinen Segen ver­liehen, ja dadurch ihr Kind hat gedeihen lassen. 3) Sie soll Gott anrufen, er wolle auch dem Kinde nun die Speise segnen, es laffen aufwachsen zu sei­nen Ehren, und wie es an Jahren zunimmt, auch sein Herz mit den Gaben des heiligen Geistes er­füllen. 4) Und weil auch die Kinder sich um dieſe Zeit zum Alleingehen bequemen, so soll die gottselige Mutter Gott bitten, er wolle ihr Kind selbst gän­geln, durch seinen heiligen Engel bewahren, vor schwerem Fall behüten, die gesunden und geraden Glieder erhalten, und also in seiner Gnade und Schutz von einem Alter zum andern gelangen lassen.

Sebet.

Barmherziger und gnädiger Gott, wie ist mein Herz erfreuet, daß ich nun auch die Zeit erlebet, da ich mein Kind der Mutterbrust entwöhnen kann. Oliebreicher Gott, du hast mir dieses Kind nach deiner Güte gegeben, unter so vielen Zufäl­len erhalten, ihm sein zartes Leben gefristet, und