676 Die Kindbetterin danket Gott zc.
mir Gnade verleihen, daß ich dereinst mit erneuerten Leibeskräften und guter Gesundheit meinen Kirchgang halten, in deinem Tempel erscheinen und vor deinem Angesicht mein freudiges Lob- und Dankopfer abstatten möge. Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen, der große Dinge thut an uns und allen Enden, der uns von Mutterleib und Kindesbeinen an, unzählig viel zu gut, und jetzo auch gethan. Amen.
Gesang.
Mel. Nun freut euch, liebe Christeng'mein.
1. Gelobet sei der große Gott, Der nun die Hilf gesendet, Der meine große Angst und Noth Hat gnädig abgewendet, Der mein betrübt Geschrei erhört, und meine Bitte mir gewährt; Lobt seine Gnad und Güte.
2. Er ist in dieser Leidenszeit Mein Beistand recht gewesen, Durch seine große Gütigkeit Bin ich nunmehr genesen; Ach, sehet Gottes Wunder an, Wie er so herrlich helfen kann; Lobt seine Gnad und Güte.
3. Wie war mir doch so angst und bang, Doch wurd ich nicht verlassen, Es däuchte mir die Zeit zu lang, Als wir in Nöthen saßen; Nun ist verkehrt die Noth in Freud, Die Traurigkeit in Süßigkeit; Lobt seine Gnad und Güte.
4. Ja, seine starke Gotteshand Hab ich jetzt recht gespüret, Als Menschenhilfe gar verschwand Hat Gott das Werk geführet. Es fand sich Gottes Hilfe ein, Und tränkte mich mit Freudenwein; Lobt seine Gnad und Güte.
5. Darum will ich zu keiner Zeit, großer Gott, vergessen, Daß ich in meiner Angst und Leid In deinem Schoß gesessen, Ich saß in deinem Schoße wohl, Und war auf dich vertrauensvoll; Lobt seine Gnad und Güte.


