Morgengebet am Sonntag.
der anzustimmen, eifrig zu beten und mein Herz dir zu schenken. Wie lieblich find deine Wohnungen, Herr Zebaoth! meine Seele freuet sich in dem lebendigen Gott. Laß mich aber kein vergeßlicher Hörer sein, sondern ein Thäter des Worts werden. Deffne mir das Herz, wie der Lydia, daß ich den Samen des Worts mit Freuden aufnehme, schleuß hernach mein Herz zu, daß mir ihn Satan nicht wieder raube. Laß mich heute in meinem Chriftenthum, in der Erkenntniß Jesu Christi, Glauben, Liebe, in der Verläugnung meiner selbst, Absterben der Welt, einen festen Grund legen, auf daß ich die künftige ganze Woche daran denke, es ausübe, und gute Früchte bringe. Bewahre mich vor Verführungen, wenn der Satan seine Werkzeuge an mich schicket, daß ich nicht meine dir geheiligten Stunden der Welt überlasse, oder ihrer fündlichen Gesellschaft die Zeit, die ich dir zu Ehren hinbringen soll, aufopfere, und eben damit einen schweren Fluch auf mich lade, welcher mich die ganze Woche noch drücken könnte. Ach laß meinen öffentlichen und häuslichen Gottesdienst, mein Beten, Hören, Lesen und Singen dir gefallen. Sei du selbst ,, o Jesu! mein
Stark's Hdb. gr. Dr. Iter. Thl.
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