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Johann Friedrich Starck's tägliches Hand-Buch in guten und bösen Tagen, enthaltend Aufmunterungen, Gebete und Gesänge 1. für Gesunde, 2. Für Betrübte, 3. Für Kranke, 4. Für Sterbende : nebst mehreren Fest-Andachten und viel schönen Buß-, Reicht -, Communion- und Wettergebeten, Morgen- und Abendandachten auf alle Tage in der Woche, wie auch Kriegs-, Theurungs-, Pest- und Friedens-Gebeten [...]
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Morgengebet am Sonntag. Herr! früh wolleft du meine Stimme hören, früh will ich mich zu dir schicken. Allmächtiger, gnädiger Gott! du bist wür­dig zu nehmen Preis, Ruhm und Ehre, wer sollte dich nicht fürchten? Du König der Heiden! wer sollte dich nicht ehren? O liebreicher Vater! ich komme in dieser Frühstunde zu dir mit demüthigem Dank, daß du diese Nacht eine Wagenburg um mich und die Meinigen geschlagen, und deine Güte und Treue wiederum an mir haft neu lassen werden. Begleite und schüße mich auch heute auf allen meinen Wegen. Laß diesen Tag einen Erbau­ungs- und Erquickungstag für meine Seele sein. Du haft nach deiner erbarmenden Liebe diesen Tag von leiblicher Arbeit frei gemacht, daß du dein Werk in mir haben mögest. O darum erleuchte, heilige und lehre meine Seele, daß ich Schäße möge sammeln, welche mich in Noth und Tod, in Kreuz und Leiden erquicken können, welche weder Motten noch Roft fressen, da die Diebe nicht nachgraben noch stehlen. Mein Gott! das soll heute meine Luft sein, dein Wort zu hören, in dir mich zu erbauen, dir zu Ehren Lob- und Danklie­