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Tägliches Hand-Buch in guten und bösen Tagen das ist: Aufmunterungen, Gebete u. Gesänge 1) Für Gesunde, 2) Für Betrübte, 3) Für Kranke, 4) Für Sterbende; wie auch Sprüche, Seufzer und Gebete, den Sterbenden vorzusprechen nebst Fest-Andachten [...] / von Johann Friedrich Stark, Ev. Prediger zu Frankfurt am Main
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Gebet nach dem Gewitter.

Tankgebet, nachdem das Gewitter ohne Schaden vorbeigegangen.

Gott, Erretter! In Demuth und von gan= zer Seele sagen wir dir billig Dank, daß du durch deine große Güte bei aller unserer Unwürdigkeit dem uns schreckenden Gewitter in Gnaden ein Ende gemacht hast. Du sahst nicht auf die Schwachheit und Unvollkom­menheit unseres Gebets. Du hast uns das Leben erhalten, aus der Noth gezogen, vor jedem Unfall bewahrt. Du hast der Früchte des Feldes verschont, das Gewitter mußte sie erfrischen. Was zur Nahrung unseres Lebens dient, hast du segnend erhalten. Möchten wir nur unsers Versprechens und deiner Befreiung, böser Gewohnheit nach, nicht wieder vergessen, gleich den ungetreuen Knechten, die ihren Herrn nur dann fürch­ten, wenn sie ihn erzürnt sehen! Möchten wir uns durch deine Wohlthaten antreiben lassen, dich von Herzen zu lieben! Du hast unsern Schrecken verbannt. Schütze uns ferner vor jeder Gefahr; reiß uns von dem Irdischen los, damit wir uns nach dem Himmlischen sehnen, um da, von aller Furcht entfernt, deines unaussprechlichen Friedens mit Leib und Seele zu genießen, durch unsern Herrn und Heiland Jesum Christum. Amen