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Tägliches Hand-Buch in guten und bösen Tagen das ist: Aufmunterungen, Gebete u. Gesänge 1) Für Gesunde, 2) Für Betrübte, 3) Für Kranke, 4) Für Sterbende; wie auch Sprüche, Seufzer und Gebete, den Sterbenden vorzusprechen nebst Fest-Andachten [...] / von Johann Friedrich Stark, Ev. Prediger zu Frankfurt am Main
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Gebet vor dem Gewitter.

7. Indessen leg ich mich In meines Jesu Wunden; Ich hab' in seinem Blut Gerechtigkeit gefunden; Das theuer Jesus- Blut Macht mich von Sünden rein; Ich bleibe, weil ich leb' Und auch im Tode sein.

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8. So oft ich diesen Tag Werd' wiederum erleben, So will ich Herz und Mund Zu dir, o Gott! erheben. So fang ich dieses Jahr Als neugeboren an, Ach! es ist lau­ter Gnad', Was du an mir gethan.

9. Nun ich befehle dir Bis an mein lettes Ende Mei­men Leib und meine Seel' In deine Vaters- Hände. Bleib' och mein Lebenslicht, Mein Tröster, Helfer, Stab, Bis ich in dir, durch dich Den Lauf vollendet hab'.

Noch einige

Wetter- Gebete.

Ach, du gerechter Gott! wie wir Menschen Fich, unsern Gott, auf viele Weise und Wege erzürnet, also hast du auch Mittel und Wege, unsere Sünden zu strafen, darum bitten wir dich demüthiglich und von Herzen, weil dieses aufsteigende Gewölke sich zu einem sorglichen und schweren Wetter anschen lässet, du wollest es mit deiner starken Hand gnädiglich tren­nen und vertreiben, daß es ohne Hagel und allen Schaden abgehe, zu einem fruchtbaren Regen werde, dadurch Frucht und Wein, Laub und Gras, Berg und Thal erquickt und erfrischt werden möge; damit wir nach der Angst dir hinwieder fröhlich danken mögen, um Jesu Christi, unseres Heilandes willen. Amen.