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Der glaubige Chrift betet zu Gott
men Sonnenschein; Sieh', wir kommen in der Zeit, Uns're Sünden sind uns leid, Und daß wir zu unserm Schaden Solche Straf auf uns geladen.
5. Schent uns doch die Sonne wieder, Ach Gott! so soll unser Mund Singen Dank- und Freudenlieder, Dent' doch an den Gnadenbund, Den der Regenbogen weist, Und uns deine Gnad' verheißt; Laß uns sehen aufgerichtet, Was der Regen hat vernichtet.
6. Wenn du dieß Gebet erhörest, Und uns schenkst der Sonne Glanz, Wenn du wiederum bescheereft, Was da schien entzogen ganz; Wollen wir zu aller Zeit Preisen deine Gütigkeit, Daß du Sonne, Licht und Leben Wiederum uns haft gegeben.
Der glaubige Christ betet zu Gott bei anhaltender Hiße und Dürre.
Aufmunterung.
Jac. 5, B. 17. 18.
Elias war ein Mensch, gleichwie wie wir, und er betete ein Gebet, daß es nicht regnen sollte, und es regnete nicht auf Erden drei Jahre und sechs Monden; und er betete abermal, und der Himmel gab den Regen, und die Erde brachte ihre Frucht.
Wie viel das Gebet des Gerechten vermöge, wenn es ernstlich ist, sehen wir aus dem Beispiel des Elias, welches uns der Apostel Jakobus vor Augen stellt. Gnade ist es von Gott, wenn er zur rechten Zeit den Regen sendet! wo er aber solches unterläßt, so haben wir es als Strafe anzusehen. Denn wie jämmerlich steht es überall, wo der Regen fehlt, wo Hiße und Dürre drücket. Das ganze Land ist dann mitten im Sommer gleichsam mit einem Todtenkleide angezogen. In der That eine empfindliche Strafe! Wer könnte bei einem so traurigen Anblick gleichgültig bleiben? Darum wollen wir bitten, wie Elias, daß er das verdorrte Land wieder mit einem gnädi


