5538 Der glaubige Christ lobt und dankt Gott
2. Willst du nach uns'rem Sündenmaß Die scharfe Ruthe binden, Und uns're Bosheit, Neid und Haß Sammt andern schweren Sünden Bestrafen mit der Seuch' und Pest, Davon du uns viel hören läßt, Ach! wer wird Gnade finden.
3. D Gott wir fallen dir zu Fuß, Ach Vater schone, schone, Wir thun mit Thränen herzlich Buß', Vor deinem Gnadenthrone; Gedenke nicht, was wir gethan, Und siehe uns in Gnaden an, Jn Christo, deinem Sohne.
4. In Jesu Wunden wollen wir Im Glauben uns einhüllen, Wir bringen hier sein Blut vor dir; Um dieses Blutes willen Wirst du uns Armen gnädig sein, Dieß heiße Blut kann doch allein Die Zornesfluthen stillen.
5. Verleih' uns doch gesunde Luft, Und schenk' uns du das Leben, Vertreib' den gift'gen Pestesduft; Wirst du uns dieses geben, So sollen Herze Geist und Mund Dein Lob und Ruhm zu jeder Stund' Mit tausend Dank erheben.
Der glaubige Christ lobt und dankt Gott nach erlangtem Frieden.
Aufmunterung. Psalm 46, B. 9-12.
Rommet her, und schauet an die Werke des Herrn, der auf Erden solch' Zerstören anrichtet; der den Kriegen steuert in aller Welt; der den Bogen zerbricht, Spieße zerschlägt, Wagen mit Feuer verbrennet. Seid ftille und erkennet, daß ich Gott bin; ich will Ehre einlegen unter den Heiden; ich will Ehre einlegen auf Erden. Der Herr Zebaoth ist mit uns! Der Gott Jakobs ist unser Schuß. Sela.
Reine fröhlichere Botschaft kann nach einem blutigen and schweren Kriege erflingen, als: Es ist Friede! Da kommen die Geflüchteten und Verjagten wieder zu den Ihrigen und das Land grünt vor Freuden. Sin glaubiger Christ erkennt, daß diese Gabe von oben herabkomme, darum lobt er Gott, 1) daß er dem Zerstören, Rauben, Plündern, Würgen, Sengen, Brennen ein Ende gemacht hat, und daß die Ein


