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für Unfruchtbare.
stimus bewiesen hat, welches allerdings eine große Gnade Gottes ist, so ist's ja eine Wohlthat, wenn Gott keine Kinder gibt, damit sie den Jammer, der über die Welt kommen soll, wie in der Sündfluth geschah, nicht erleben und erfahren.
12) Endlich mögen Eheleute wohl gedenken, ob sie etwa auch die Kinder als eine Gabe Gottes, wie denn Kinder in der That find, halten. Meinen sie, es sei eine Naturgabe, welche sie selbst befördern könnten, so fehlen und irren sie, und es will ihnen durch Vorenthaltung des Ehesegens Gott zeigen, daß es nicht bei ihnen stehe, sondern daß es eine Gabe sei, darum er will gebeten seyn. Wenn hier christliche Eheleute mir entgegensetzen wollten, daß Hurer und Huren wohl nicht darum bitten, und doch Kinder zeugen und erhalten, so antworte ich: Bei denen läßt Gott der Natur ihren Lauf zu Offenbarung ihrer Schande, weil sie nicht zusammen kommen, Gott zur Ehre Kinder zu zeugen, sondern um ihre böse Lust und Brunst abzukühlen. Gottselige Eheleute sollten es also hier machen wie dort Isaak, von dem es heißt: Isaak aber bat den HErrn für sein Weib, denn sie war unfruchtbar; also erkannte Isaak an, daß Kinder nicht allezeit eine Naturgabe, sondern eine Gnadengabe Gottes wären, datum steht auch gleich dabei: Und der HErr ließ sich erbitten, und Rebecca, sein Weib, ward schwanger. 1 Moſe 25, 21.
Dieses Alles sollen christliche Eheleute sich fleißig vorstellen und sich gegen alles Murren, gegen Ungeduld und Gemüthsunruhen bewahren, und gedenken, ihr Haus sei einsam und ohne Kinder, auf daß sie nach ihrem seligen Absterben in der Herrlichkeit, in der Gesellschaft vieler tausend heiliger Engel seyn werden, mit welchen sie sich in Ewigkeit vor dem Thron des dreieinigen Gottes erfreuen sollen.
Gebet.
HErr, HErr! was willst du mir geben? ich gehe ohne Kinder dahin. Ach, mein Gott! ich sehe, wie du Andern den Ehesegen mit reichem Maaß zutheilest, aber mir hast du denselben bisher vorenthalten und nicht gegeben. HErr, HErr! laß mich doch dieses Alles mit christlicher Gelassenheit als deinen gnädigen Willen geduldig aufnehmen. Ich weiß, du bist ein allmächtiger Gott, der mir leicht Kinder geben, und mich fruchtbar machen kann, wann er will. Ich weiß auch, daß du mein gnädiger Gott bist, der mich liebt, und mir seine Gnade noch nie versagt hat; darum will ich mich geduldig auch hierin deinem Willen unterwerfen! du weißt am besten, warum du mir diesen Segen noch nicht bescheeret hast. Sollte ich etwa zu schwach


