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Johann Friedrich Stark's, weil. evang. Predigers und Consistorialraths zu Frankfurt a.M., Tägliches Handbuch in guten und bösen Tagen : enthaltend Aufmunterungen, Gebete und Gesänge für Gesunde, Betrübte, Kranke und Sterbende ; ferner Sprüche, Seufzer und Gebete, den Sterbenden vorzusprechen, mehrere Festandachten, Buß-, Beicht-, Communion- und Wetter-Gebete, Trost- und Erquickungs-Gebete und Gesänge, wie auch Kriegs-, Theuerungs-, Pest- und Friedens-Gebete, nebst einem Gebetbüchlein für Schwangere, Gebärende, Wöchnerinnn und für Unfruchtbare
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Andachten für Mütter.

geworden und an Kräften zugenommen hat, daß es ohne Milch mit Speise erhalten werden kann? Darum soll 1) eine gottselige Mütter Gott danken, daß er durch die Milch ihr Kind zu solcher Stärke hat gelangen lassen, daß es nun durch andere Speise sein Leben erhalten kann. 2) Sie soll Gott danken, besonders wenn sie ihr Kind selbst gestillt, daß er ihr gesunde Milch gegeben, zu derselben einen Segen verliehen, ja, dadurch ihr Kind hat gedeihen lassen. 3) Sie soll Gott anrufen, er wolle dem Kinde nun auch die Speise segnen, es zu seiner Ehre aufwachsen lassen, und wie es an Jahren zunimmt, auch sein Herz mit den Gaben des heiligen Geistes erfüllen. 4) Und weil auch die Kinder um diese Zeit sich zum Alleingehen bequemen, so soll die gottselige Mutter Gott bitten, er wolle ihr Kind selbst gängeln, durch seine heiligen Engel bewahren, vor schwerem Fall behüten, die Glieder unverletzt und gesund erhalten, und so in seiner Gnade und Schutz von einem Alter zum andern gelangen lassen. Gebet.

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Barmherziger und gnädiger Gott! wie ist mein Herz erfreut, daß ich nun die Zeit erlebt habe, da ich mein Kind der Mutter­brust entwöhnen kann. O liebreicher Gott! du hast mir dieses Kind nach deiner Güte gegeben, unter so vielen Zufällen erhalten, ihm sein zartes Leben gefristet, und es bereits so weit kommen lassen, daß es zu seiner Erhaltung stärkere Speise bedarf. Gelobt sei deine Barmherzigkeit, daß du ihm die Mutterbrust bisher gesegnet hast, daß es zu Kräften gekommen ist, und von dir das Gedeihen em­pfangen hat. Habe Dank für deinen Segen; habe Dank für deinen Schutz; habe Dank für deine Treue und Gnade. O HErr! du thust alle Tage noch das größte Wunder, da du in der Mutterbrust Speise und Trank in Milch verwandelst, und derselben eine nährende Kraft beilegst, daß die Kinder dadurch gelabt, erquickt und gestärkt werden. Ach Gott! hast du nun meinem Kinde die Mutterbrust gedeihen lassen, so segne ihm auch die übrige Speise und seinen Trank, wozu ich es gewöhnen will; gib, daß sich es dazu willig be­queme! laß es auch dadurch ferner wachsen, und mit jedem Tage, mit jeder Woche und jedem Jahr an Kräften zunehmen. Bleibe auch bei ihm, wenn es anfangen will zu gehen; begleite es durch deinen Engel; halte es, wenn es fallen will; behüte es, wenn Ge­fahr vorhanden ist. Ach! laß dieses mein Kind dir an Leib und Seele empfohlen seyn; stärke es auch an dem inwendigen Menschen; heilige es durch deinen heiligen Geist, daß es in Gehorsam und