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Johann Friedrich Stark's, weil. evang. Predigers und Consistorialraths zu Frankfurt a.M., Tägliches Handbuch in guten und bösen Tagen : enthaltend Aufmunterungen, Gebete und Gesänge für Gesunde, Betrübte, Kranke und Sterbende ; ferner Sprüche, Seufzer und Gebete, den Sterbenden vorzusprechen, mehrere Festandachten, Buß-, Beicht-, Communion- und Wetter-Gebete, Trost- und Erquickungs-Gebete und Gesänge, wie auch Kriegs-, Theuerungs-, Pest- und Friedens-Gebete, nebst einem Gebetbüchlein für Schwangere, Gebärende, Wöchnerinnn und für Unfruchtbare
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Morgenandacht am Sonntag.

7. Nach diesem Lebenswort Will ich hienieden gehen, Es soll mein Leitstern seyn, Nach diesem will ich sehen; Wozu es mich anweist, Das thu' ich ungescheut, Und meid' mit allem Fleiß Das, was es mir verbeut. 8. Ach nimm doch nicht hinweg Das Wort von meinem Munde, Ach! laß es seyn mein Trost Bis in die Todesstunde;

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Wenn sich mein Mundverschließt, Nimmt keine Speise ein, So laß dein liebes Wort Der Seele Speise seyn. 9. So hab' ich il terricht, So lang ich werde leben, Ich hab' auch Trost, wenn ich Soll meinen Geist aufgeben; Und was dein Wort verspricht In dieser Gnadenzeit, Mein Gott, erlang' ich dort, In jener Herrlichkeit.

Morgen- Andacht am Sonntag. Aufmunterung.

HErr, höre auf meine Worte, merke auf meine Rede, vernimm mein Schreien, mein König und mein Gott! denn ich will vor dir beten. Psalm 5, 2. 3.

Unser ganzes Leben soll nichts anders als Beten und Danken seyn: nämlich, daß wir alle Tage Gott in unsrem Gebet um seinen Segen, seine Hilfe, seinen Beistand und seine Gnade anrufen, und, wenn wir solches erlangen, daß wir ihm herzlich dafür danken sollen. Darum, glaubiger Christ! wenn du des Morgens von dei­nem Schlafe erwachest, so erhebe vor allen Dingen und zuerst deine Augen gen Himmel empor, denke nicht sogleich an deine Geschäfte und Arbeit, laufe nicht gleich hin, etwas zu erjagen, sondern falle zuerst auf deine Kniee nieder, danke Gott, und empfehle dich sei­nem gnädigen Schutze. Denke nicht, du versäumest viel, wenn du eine halbe Stunde des Morgens zum Gebet mit Lesen eines Ka­pitels in der Bibel oder in Johann Arnds wahrem Christenthum anwenden solltest. O nein! die auf's Gebet verwendete Zeit wird dir mit tausendfachem Segen in deiner Arbeit wieder hereingebracht werden, und das Gelesene wird dir den ganzen Tag ein Honigſeim in deinem Munde seyn. Darum, wenn du erwachest und des Mor­gens gesund aufstehest, so denke: 1) wie viel fromme Christen, welche vielleicht frömmer als du sind, die vergangene Nacht in Angst und Wehe, in Schmerzen und Krankheiten, in Schrecken und großer Unruhe hingebracht haben, du aber dergleichen dieses Mal nicht erfahren hattest. Denke: 2) wie Andere in der Nacht in Unglück, Schaden, Gefahr und Trübfal gerathen sind, dir aber fehlet nichts, und dafür danke Gott. Bitte: 3) auch Gott mit dem