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Erster Theil. Für Gesunde.
so beweisen möge, daß ich kein vergeßlicher Hörer, sondern ein Thäter des Worts sei. So laß mich einen Sonntag und Sabbath nach dem andern feiern, bis du mich in die ewige Himmelsfreude zu dem ewigen Sabbath durch Jesum, meinen einigen Erlöser und Seligmacher, einführen wirst.
Ich will in Gottes Haus mit Gottes Kindern gehen. Ich will in meinem Schmuck vor dem Altare stehen. Mein Herz soll hoch vergnügt in seinem Willen ruh'n, Der Leib soll nichts als Noth- und Liebeswerke thun. Komm heute in mein Herz, du König aller Frommen! Laß mit dir Segen, Heil und Seelenfrieden kommen; Die Sonne deiner Gnad' kehr' heute bei mir ein, So wird mir dieser Tag ein rechter Sonntag seyn.
Gesung.
Mel.: O Gott, du frommer Gott zc.
1. Wie lieblich ist dein Wort, Es bringt mir lauter Freude, Es ist mein größter Trost Und meiner Seele Waide, Es ist mein liebster Schatz, Den ich auf Erden hab', Der mich erquicken soll, Bis man mich trägt in's Grab. 2. Es ist dein Wort mein Licht, Das mir den Weg recht zeiget, Und mich bestraft, wenn sich Mein Fuß zum Irrweg neiget; Ich glaub' nach diesem Wort, Und leb' nach diesem Wort, So bringt mich dieses Licht Auch an den Freudenort.
3. Es ist mein Honigseim, Mit dem ich mich erlabe, Wenn ich viel Bitterfeit In meinem Herzen habe. Wie süß ist's meiner Seel', Wenn sie in Trübsal ist, Wenn deines Trostes Quell' Im Worte auf sie fließt.
4. Es ist dein Wort mein Schatz, Groß über alle Schätze, Daran ich mich allein In Noth und Tod ergötze; Den Schatz raubt mir kein Feind, Und keiner Feinde List, Weil er gar wohl verwahrt In meinem Herzen ist.
5. Pflegt Gold und Silber gleich Ein Eitler zu erwählen, Viel lieber ist dein Wort Der gottergeb'nen Seelen; Wenn man dein Wort und Gold Ihr leget in's Gewicht, So greift sie nach dem Wort Und will des Goldes nicht.
6. Rathgeber suchen die, Die hier im Zweifel stehen, Dieselben sind dein Wort, Dahin pfleg' ich zu gehen; Frag' ich: was thu' ich jetzt, Geht's übel oder wohl? So zeiget mir dein Wort, Was ich erwählen soll.


