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Johann Friedrich Stark's, weil. evang. Predigers und Consistorialraths zu Frankfurt a.M., Tägliches Handbuch in guten und bösen Tagen : enthaltend Aufmunterungen, Gebete und Gesänge für Gesunde, Betrübte, Kranke und Sterbende ; ferner Sprüche, Seufzer und Gebete, den Sterbenden vorzusprechen, mehrere Festandachten, Buß-, Beicht-, Communion- und Wetter-Gebete, Trost- und Erquickungs-Gebete und Gesänge, wie auch Kriegs-, Theuerungs-, Pest- und Friedens-Gebete, nebst einem Gebetbüchlein für Schwangere, Gebärende, Wöchnerinnn und für Unfruchtbare
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IV

Vorrede.

ausgesetzt bleiben. Ich habe demnach dieses Alles mir gefallen lassen, und nicht allein für einen jeden Tag eine Morgen- und Abendandacht bestimmt, sondern auch derselben zwei besondere Betrachtungen beigefügt, damit die Leser mit denselben abwechseln, oder auch ihre Andacht des Tages dreimal erneuern und unterhalten können.

Außer dieser Versetzung der Betrachtungen habe ich in dem Wert wenig geändert, außer daß ich die Poesie, wo sie zu hart klingt, gemildert habe.

Und weil man zu diesen Zeiten so viel von Krieg, ansteckender Seuche und Theurung, mit denen Gott die Länder heimsucht, vernimmt, so hat der Herr Verleger dafür gehalten, es sei wohl gethan, wenn man andächtigen Seelen in solchen Jammerstunden Anleitung gebe, die Noth des Nächsten und ihre eigene Noth in Bitte, Gebet und Fürbitte vorzutragen. Und da uns der getreue Gott in unserem deutschen Vaterlande den edlen Frieden geschenkt hat, so habe ich auch zu diesen Freudenfesten eine Andacht hinzu­fügen wollen.

Eben um dieser Ursache willen ist diese Auflage auch mit Festandachten vermehrt worden, damit in solchen Tagen der müde Geist in Gott erfreut, irdisch gesinnte Menschen aber erinnert werden mögen, wie Festtage keine Spazier-, Lauf, Sauf-, Spiel- und Tanztage, sondern Bet-, Lob- und Danktage seyn sollen. Es scheint, die bösen Gewohnheiten bleiben ein sünd­liches Erbgut, welches eine Zeit der andern überliefert, so daß man mit Nikolaus von Clemangis noch dieselbe Klage führen muß, daß an keinem Tage mehr Sünden getrieben werden, als an Sonn- und Festtagen.

Du aber, o dreieiniger Gott! wirke in allen Betenden eine herzliche und inbrünstige Andacht. Lasse die Gefunden in den Tagen, in denen du fie mit Wohlergehen begnadigst, in deiner Erkenntniß und Liebe zunehmen, und sich Schäße sammeln, damit sie sich in Noth und Tod aufrichten können. Erfreue die Betrübten in ihren Jammerstunden; versichere sie deiner All­macht, Weisheit und Treue. Ueberzeuge die Kranken von deiner ewigen Liebe, und lasse die Sterbenden nach dem Vorbilde Jesu sich dem Willen des Vaters übergeben. Umfasse, treuer Vater! alle Betenden mit deiner Gnade. Schließe sie, o Jesu! in deine Wunden ein, und lasse, o Geist der Gnade und des Gebets! fie deiner Gemeinschaft im Leben, Leiden und Sterben beständig genießen! Amen.

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