Abendlieder.
macht, zu schaden, hat beschüßt mit großen gnaden.
2. Lob und dank sei dir gefungen, Vater der barmherzigfeit, Daß mein werk durch dich gelungen, Daß du mich vor allem leid Und vor sünden mancher art Hast so gnädiglich bewahrt, Auch den feind hinweggetrieben, Daß ich unbeschädigt blieben.
3. Keine flugheit fann erreichen Deine güt' und wunder that; Es hat gar nicht seines gleichen, Was dein arm verrichtet hat. Deiner wohlthat ist zu viel, Sie hat weder maß noch ziel. Herr, du hast mich so geführet, Daß kein unfall mich berühret.
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als die sünde, Die ich noch in mir empfinde.
7. O du licht der frommen seelen, du glanz der ewigkeit, Dir will ich mich ganz befehlen Diese nacht und allezeit. Bleibe doch, mein Gott, bei mir, Hilf, Herr, ich vertraue dir, Und damit mich nichts betrübe, Tröste mich mit deiner liebe.
8. Vor des satans list und neßen, Vor der macht der finsterniß, Die mit tücken an mich setzen, Hält mich deine hand gewiß. Laß mich dich, o wahres licht, Auch im schlaf verlieren nicht. Hab' ich dich nur, Herr, im herzen, Fühl' ich nicht der seele schmerzen.
9. Wenn des tages werke 4. Dieser tag ist nun ver- machen, Daß die augen schlagangen Und die finst're nacht fen ein, Laß mein Herz doch bricht an. Hin ist jetzt der bei'm erwachen Stets zu dir sonne prangen, Das uns sonst gerichtet sein. Meine seele ſei erfreuen kann. Stehe mir, o in mir, Selbst im traum, Herr, vater, bei, Daß dein glanz voll von dir, Daß mich gar stets um mich sei, Und durch nichts von dir treibe, Und ich deine gnadenblicke Sich mein dein auch schlafend bleibe. mattes herz erquicke.
5. Herr, verzeihe mir aus gnaden Alle sünd' und missethat, Die mein armes herz beladen Und so sehr verderbet hat, Daß mich furcht und scham bedeckt Und verdiente strafe schreckt; Aber, Herr, du fannst mich retten, Strafe nicht mein übertreten.
10. Laß mich diese nacht empfinden Eine sanfte, süße ruh'; Alles übel laß verschwinden, Decke mich mit segen zu. Leib and seele, sinn und muth, All' die meinen, hab' und gut, Freunde, feinde, hausgenossen Sei'n in deinen schutz geschlossen.
11. Ach bewahre mich vor schrecken, Schüße mich vor über6. Bin ich gleich von dir ge- fall, Laß mich krankheit nicht wichen, Stell' ich mich doch aufwecken, Treibe weg des wieder ein; Denn uns hat dein frieges schall, Wend' ab feu'r sohn verglichen Durch sein' angst und wassersnoth, Pest und und todespein. Ich verleugne bösen schnellen tod; Laß mich nicht die schuld, Aber deine nicht in fünden sterben, Noch an gnad' und huld Ist viel größer seel' und leib verderben.
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