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Neu vermehrtes Gesang-Buch für die Rostockschen Gemeinden
Entstehung
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Tischlieder.

Mel. Wend' ab deinen zorn, lieber Gott 2c.

18. Lobt und erhebt mit

freudigem gemüthe Des großen Gottes reiche vater­güte, Sie ist es, die den tisch so wohl besetzet Und uns ergößet.

2. Er suchet uns so väterlich zu nähren, Wie sollte das nicht unsre hoffnung mehren, Daß wir nach wunsch auch seines geistes gaben Jetzt von ihm haben?

3. Ja, diese werden uns im glauben gründen, Das herz mit liebe gegen Gott entzünden, Daß wir in andacht mit gebet und fingen Uns zu ihm schwingen.

4. Sie werden uns durch fraft der gnade stärken, Sm glauben und in allen guten werken. Dann werden wir aus liebe uns der armen Auch schon erbarmen.

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Mel. Wer nur den lieben Gott läßt zc. Gott, von dem wir

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alles haben, Die welt ist ein sehr großes haus, Du aber theilest deine gaben, Als Vater deinen findern aus. Dein segen macht uns alle reich, Ach lieber Gott, wer ist dir gleich?

5. Gottselig werden wir den wandel führen, Mit tren' und demuth unsre werke zieren, Und immer mehr der fünd' und welt absterben, Als Gottes erben.

2. Wer kann die menschen alle zählen, Die stets bei dir zu tische gehn? Doch muß die noth­durft keinem fehlen, Denn du weißt allen vorzustehn, Und gern giebt deine vaterhand Die nahrung für ein jedes land.

3. Du machst, daß man auf hoffnung säet Und endlich auch der frucht genießt. Der wind, der durch die felder wehet, Die wolke, so das land begießt, Des himmels thau, der sonnenstrahl Sind deine diener allzumal.

4. Und also wächst des men­schen speise, Der acker selbſt reicht ihm das brod, Es mehret sich vielfält'ger weise, Was an­fangs schien, als wär' es todt, Und in der ernte nehmen wir Des segens überfluß von dir.

6. So können wir, bis wir das leben schließen, Den frieden Got­5. Was soll man hier zuerst tes schon allhie genießen und bedenken? Herr, deiner wunder werden einst, von Gott selbst auf- find zu viel, So viel als du genommen, Zur freude kommen. fann niemand schenken, Und

7. Die er bereitet denen, die dein erbarmen hat kein ziel; ihn lieben, Die er uns selbst Denn immer wird uns mehr durch Christi blut verschrieben, bescheert, Als wir zusammen Darauf wir einzig und allein alle werth. vertrauen, Voll hoffnung bauen.

6. Wir wollen dieses nie ver­8. Nun dich, Gott vater, gessen, Und dir ein täglich dank­sohn und geist dort oben, Soll lied weihn, Ein jeder bissen, den unser herz und seele freudig wir essen, Soll deines segens loben. Ja dir, dreiein'ger Gott ,, denfiol sein, Und unsers her­sei lob gesungen Mit unsern zens preis und dank Soll dich ( 103) ( 169) erheben lebenslang.

zungen.