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Morgenlieder.
Auch vor leid und vor betrüben| kommen, Die von noth und von Du so wohl bewahrt geblieben. gefahr Und von ihres jammers 2. Was für dank soll ich dir pein Suchen frei und los zu geben, Vater der barmherzigkeit, sein, Laß erfahren deine güte, Daß du für mein armes leben Und uns allesammt behüte. Gorgest heut' und allezeit, Daß 8. Allen wittwen, franken, waimich deiner engel wacht Auch sen, Denen, die ein unfall plagt, die abgewich'ne nacht Hat be- Denen, welche sind auf reisen, schüßet, daß die sonne Ich er- Sei dein schutz, Herr, unverblick mit freud' und wonne. sagt. Stehe allen blöden bei,
3. Nun, ach höchster, deine gnade Sei auch diesen tag mit mir, Daß nicht leid, gefahr und schade Mich den ganzen tag berühr'. Schüße mich durch deine hand, Mache fernerhin bekannt, Daß, die auf dich, Herr, vertrauen, Auf den rechten edstein bauen.
9. Laß mich allzeit sein beflissen, Daß ich vor dir und der welt Glauben hab' und gut gewissen, Und wenn dieser bau zerfällt, Wenn der tod sein erb' 4. Hab' ich dich nicht recht und recht Sucht an deinem geliebet, Und mit meiner misse- armen knecht: Dann laß mich that Dich, mein frommer Gott, für meine sünden Trost in Jesu betrübet, Ach so bitte ich um wunden finden. gnad', Komm' in tieffter reu' und leid Hier in dieser gnadenzeit Vor dein angesicht und flehe:
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Hilf mir, daß ich nicht vergehe!
5.
Daß dein schirm bei allen sei, Die dich, lieber vater, kennen Und nach deinem sohn sich nennen.
7. Sei auch gnädig allen frommen, Schüße deine christenschaar, Und die dürftig vor dich
Mel. Ich dank' dir, Gott, durch deinen sohn.
14. Mein erst geſchäft ſei
und
werden, Herr, durch deinen guten geist, Leite mich auf dieser erden, Daß ich suche allermeist Zu gefallen dir, mein hort, Auch so leb' an allem ort, Daß ich endlich auch im sterben Deine freude mög' ererben.
6. Was ich aber soll verrichten Mit gedanken, wort und werk Zur erfüllung meiner pflichten, Dazu gieb mir kraft und stärk'. Steh mir bei in aller noth, Hilf im leben, hilf im tod, 4. Wer lehrt das auge seine Laß mich nimmer irre gehen, pflicht, Sich sicher zu bedecken, Noch auf bösen wegen stehen. Wer ruft sodann des tages
licht, Die seele zu erwecken?
5. Du bist es, Gott und Herr der welt, Und dein ist unser
Gott preise, meine seele, Ihm bringe deinen Lobgefang, Der seinen ruhm erzähle.
2. Mich selbst zu schützen ohne macht Lag ich und schlief in frieden. Wer schafft die sicherheit der nacht Und ruhe für die müden.
3. Wer wacht, wenn ich von mir nichts weiß, Mein leben zu bewahren, Wer stärkt mein blut in seinem fleiß, Wer schützt mich vor gefahren.


