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Gesangbuch für die Evangelische Kirche im Großherzogtum Hessen : [nebst] Gebete zur häuslichen Andacht
Entstehung
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Mel. Wie schön leuchtet der Morgen­stern 2c.( Mein ganzer Geist.)

Advent.

27 Der Heiland kommt, lobsinget ihm, dem Herrn, dem alle Seraphim das Heilig, Heilig singen! Er kommt, der eingeborne Sohn, und steigt von seines Himmels Thron, der Welt das Heil zu bringen. Preis dir, daß wir von den Sünden Rettung finden; höchstes Wesen, durch dich werden wir genesen.

2. Willkommen, Friede­fürst und Held, Rat, Vater, Kraft und Heil der Welt! willkommen hier auf Erden! Du kleidest dich in Fleisch und Blut, wirst Mensch und willst der Welt zu gut selbst unser Bruder werden.

und dir und unfrem Nächsten treu, aufrichtig, ohne Heuche­lei, zu denken und zu handeln. Zu dir flehn wir; hilf uns Schwachen, daß wir wachen, beten, ringen und des Fleisches Lust bezwingen.

5. Laß uns zu unserm ewgen Heil an dir im wahren Glauben Teil durch deinen Geist erlangen; auch wenn wir leiden, auf dich sehn, im Guten immer weiter gehn, nicht an der Erde hangen, bis wir zu dir mit den Frommen ewig kommen, dich erheben und in deinem Reiche leben.

S. Diterich, 1797.

Mel. Die Tugend wird durchs Streuz geübet 2c. ( Wie groß ist des Allmächtgen Güte.)

Ja du, Jeſu, kommst uns 28 Was wär ich ohne

Erbarmen nun entgegen, wandelst unsern Fluch in Segen.

3. Du bringst uns Trost, Zufriedenheit, Heil, Leben, ewge Seligkeit; sei hoch dafür gepriesen! O Herr, wie viel zu schwach sind wir, die Treue zu vergelten dir, die du an uns bewiesen! Von dir, da wir im Verder: ben müßten sterben, kommt das Leben. O was kannst du Größres geben!

dich Was würd ich ohne dich nicht sein? Zu Furcht und Ängsten außerlefen, ständ ich in weiter Welt allein. Nichts wüßt ich sicher, das ich liebte; die Zukunft wär ein dunkler Schlund, und wenn mein Herz sich tief betrübte, wem thät ich meine Sorge kund?

4. Wir bringen dir ein dankbar Herz, gebeugt durch Buße, Reu und Schmerz, bereit, vor dir zu wandeln,

2. Einsam verzehrt von Lieb und Sehnen, erschien mir nächtlich jeder Tag: ich folgte nur mit heißen Thränen dem wilden Lauf des Lebens nach; ich fände Unruh im Getümmel und

hoff­