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Evangelisches Gesang-Buch / hrsg. nach den Beschlüssen der Synoden von Jülich, Kleve, Berg, und von der Grafschaft Mark, mit Genehmigung Eines hohen Ministerii der geistlichen Angelegenheiten
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Lebensläufe der Dichter.

Betichius, 3., hat von 1650-1722 in 3erbst gelebt. Nr. 642. Bienemann, C., geb. in Nürnberg 1540. Er studierte in Jena und Tübingen, war erst Professor in Laningen, dann Abt zu Bahr und Generalsupers intendent zu Pfalz Neuburg. 1578 tam er als Generalsuperintendent nach Altenburg, wo er 1591 starb. Nr. 484.

Birken, Sieg m. von, geb. den 25. April 1626 zu Wildenstein in Böhmen. Lebte als Prinzenerzieher und Privatgelehrter in Bayreuth und Nürnberg, ward vom Kaiser in den Adelsstand erhoben und starb den 12. Juli 1681 als faiserl. Pfalzgraf und gekrönter Dichter. Nr. 89 und 533.

Bogazky, K. H. von, geb. den 7. Sept. 1690 zu Jankowe in Niederschlesien. Sein Vater war kaiserl. Oberstlieutenant, seine Mutter eine geborene bon Kalkreuth. Er studierte in Jena und Halle die Rechte und Gottesgelahrtheit. Von 1746 an privatisierte er in Halle, nachdem er seine Güter zum Besten des dortigen Waisenhauses verkauft hatte. Er schrieb viele Erbauungs­schriften( z. B. das Schatzkästlein) und dichtete 411 Lieder, unter denen Nr. 194. Gest. 1774.

Böhmer, J. H., geb. in Hannover den 29. Jan. 1674. Er starb den 23. Aug. 1749. Berühmter Rechtsgelehrter, erfahren im menschlichen Recht( er war Geheimrat, Direktor und Kanzler der Universität Halle) und eingedenk der Gerechtigkeit Christi."( Lied Nr. 133 und 160.)

Bonit, J. A., Oberpfarrer in Auerbach. Nr. 308.

Borchward, S. 3., geb. den 27. Febr. 1717 in Berlin. Anspachischer Geh. Lega­in Berlin. Freund Gellerts. Starb 1776. Nr. 612. Erbherr von Grönhoff, aus Meißen. Er hat ein Starb 1732. Nr. 216.

tionsrat und Resident Breiterau, C. G. von, Gesangbuch angelegt.

Breithaupt, 3. 3., geb. zu Nordheim in Hannover 1658. Bekleidete geistliche Amter zu Wolfenbüttel, Kiel und Meiningen, und wurde später von seinem Amte in Erfurt, wo er Professor und Pfarrer war, zugleich mit Herm. Aug. Franke, entlassen. Wurde hierauf Professor der Theologie zu Halle, General Superintendent des Herzogtums Magdeburg und Abt des Klosters Bergen, wo er viele Jünglinge zum Dienste der Kirche heranbildete. Gest. 1732. Nr. 360.

Bruhn, D., geb. den 30. Sept. 1727 zu Memel. tals Prebiger in Berlin. 1782. Nr. 218, 165, 607, 530.

Bürde, S. G., geb. den 2. Dez. 1753 in Breslau, tals Kammerdirektor in Berlin 1831. Verfaßte an 100 Lieder, z. B. 161, 210, 452, 548, 366. Busch, P., geb. den 15. Nov. 1682 zu Lübeck. Er studierte von 1701-1706 in Leipzig, und erhielt 1709 eine Stelle als Konventual im Kloster Riddags­haufen bei Wolfenbüttel.+ als Pfarrer zu Hannover am 3. Mai 1744. Nr. 357.

Calisius, 3. 5., geb. 1633 zu Wohlau in Schlesien. Starb als Konsistorial­rat in seiner Vaterstadt 1703. Dichtete 77 geistl. Lieder, darunter Nr. 213. Schwedischer Clausnißer, Tobias, geb. 1618 zu Thum bei Annaberg.

Feldprediger im 30jährigen Kriege. Nachher Kirchenrat und past. prim. in Pargstein und Weyden in der Oberpfalz. Starb 1684. Nr. 4 und 195. Cramer, J. A., geb. den 29. Jan. 1723 in Jöstadt im Erzgebirge, Freund Gellerts und Klopstocks, wurde Pfarrer in Cröllwitz bei Halle, dann Ober­hofprediger in Quedlinburg, darauf hofprediger in Kopenhagen und endlich Superintendent in Lübeck. Etarb als Prof. der Theol. und Kanzler der Universität Kiel im Jahre 1788, nachdem er 1780 das neue schleswig­holsteinische Gesangbuch besorgt hatte. Von ihm sind Nr. 283, 290, 239, 385, 268, 269, 286, 531 u. 329.

Cramer, Morit, starb 1702. Von ihm sind Nr. 151 u. 499.

Crasfelius, B., geb. den 21. Febr. 1667 zu Wernsdorf bei Glaucha. Schüler Aug. Herm. Frantes. Pfarrer in Nidden, dann in Düsseldorf. Starb den 10. Nov. 1724. Nr. 435.

Dach, Simon, war bis 1640 Professor der Dichtkunst in Königsberg. Nr. 568 u. 587.

Decius, Nicolaus, lebte 1524, war Meister im Harfenspiel und sette seine Lieder selbst in Musik. Nr. 1 u. 220 hat er aus dem Lateinischen übersetzt.

Denice, D., geb. in Zittau den 31. Jan. 1603, besuchte das dortige Gymna fium, studierte in Wittenberg, Jena und Königsberg, ward 1639 Abt bes Stifts Bursfeld, dann Hofrat, endlich Konsistorial- und Klosterrat in Hannover. Gakt mit Justus Gesenius zusammen ein Gesangbuch für Hans nover heraus. Starb 1680. Von ihm: Nr. 187, 521, 623, 359 u. 407.