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Evangelisches Gesang-Buch / hrsg. nach den Beschlüssen der Synoden von Jülich, Kleve, Berg, und von der Grafschaft Mark, mit Genehmigung Eines hohen Ministerii der geistlichen Angelegenheiten
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Für Eltern.

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Lebensstunde mit Lust und Se-| mels Vorschmack gibt, Durch Liebe ligkeit durchwebt, Er blickt mit uns zur Ewigkeit, Zur Wonne Ruh' und heiterm Sinn Auf der Berklärten weiht. seiner Zukunft Tage hin.

Daniel Schiebeler,* 1741, 1771.

4. Wohl ihm, wenn frommer Kinder Segen Der Ehe Bund noch schöner macht, Wenn sie im Herzen Tugend hegen, In ihren Blicken Unschuld lacht, Wenn sie der Eltern Beispiel rührt und auf den Weg zum Heile führt.

5. Wohl ihm, wenn seinen Haus­genossen Die Furcht des Herrn im Herzen lebt, Wenn jeder treu und unberdrossen Nach seiner Pflicht Erfüllung strebt, Wenn Eintracht und Zufriedenheit Ein Haus zum Sit des Segens weiht!

6. Den Frommen, die dich kind­lich ehren, O Vater, strömt dein Segen zu, Sie wandeln folgsam deinen Lehren Und trau'n auf dich und finden Ruh'; Sie finden Freuden, deren Wert Und Dauer feine Zeit zerstört.

7. 3war oft wird auch der Kelch der Leiden Den Deinen, Herr, von dir gefandt. Oft muß die Tod und Trennung scheiden, Die Blut und Treue fest ver­band; Oft wird das in dir frohe Herz Beschwert von Krankheit, Sorg' und Schmerz.

8. Doch trinken sie den Kelch gelassen, Den du, ihr Vater, ein­geschenkt; Du wirst und kannst sie nicht verlassen, Du, Gott, der seiner Kinder denkt Und, wenn ihr Glaube standhaft ringt, Durch Leiden sie zur Wonne bringt.

9. D'rum mag des Todes Arm uns trennen: Wir werden einst uns wiederseh'n, Vor deinem Thron die Unsern kennen, mit ihnen dankend vor dir stehn; Da, wo kein Tod mehr trennen tann, Stehn wir vereint und beten an.

10. Wir preisen ewig dann die Güte, Die unaussprechlich uns geliebt, Dem gottgeheiligten Gemüte Schon hier des Him­

Mel. Erhalt uns, Herr, bei.

668. Hilf, Gott, daß ja die

Kinderzucht Gedeihe stets zu reicher Frucht, Daß aus der Kinder Mund dir werd' Ein Lob bereitet auf der Erd',

2. Daß sie den Eltern Liebe weih'n, Den Lehrern auch ge­horsam sei'n Und meiden, was den Sinn bethört, Das Herz vom rechten Wege fehrt.

3. Gib ja, daß ihnen mangle nicht Heilsamer Lehre Unterricht, Damit durchs Wort aus dei­nem Mund Ihr Glaube habe festen Grund.

4. Mach' fest ihr Herz, fest und gewiß, Und schütze sie vor Urgernis; Herr, laß sie nie auf Wegen gehn, Wo böse Buben lockend stehn.

5. Durch deine Weisheit, Macht und Gült' Vor allem übel fie behült'; Führ' du sie selbst auf rechter Bahn, Damit ihr Fuß nicht gleiten kann.

6. Hilf, daß sie dich, Gott, überall Vor Augen halten all­zumal, Und sich befleißen jeder­zeit Der Tugend, Zucht und Ehrbarkeit.

7. Und wo sie gehen aus und ein, Da laß du sie gesegnet fein, Daß sie an Weisheit jedes Jahr, An Gnade wachsen immerdar.

8. Und wenn sich endet dann ihr Lauf, So nimm sie, Herr, zu dir hinauf; Dann preifen ste mit uns zugleich Dich droben, Herr, in deinem Reich.

9. Gott Vater, Sohn und heil'= ger Geift, Von dem der Strom der Gnade fleußt, Wir loben dich, wir danken dir Mit unsern Kindern für und fülr.

David Denicke,* 1603,+1680.

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