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Evangelisches Gesang-Buch / hrsg. nach den Beschlüssen der Synoden von Jülich, Kleve, Berg, und von der Grafschaft Mark, mit Genehmigung Eines hohen Ministerii der geistlichen Angelegenheiten
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Sonntagslieder.

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Tage Unser Herz der Welt entsage. Komm, Herr, der dit starbst, vom Bösen Uns Gefall'ne zu erlösen, Daß die glaubende Gemeine Mit dem Vater sich vereine.

2. O daß unsre Seele würde Frei vom Druck der Erdenbürde, Frei von Sünde unser Wille, Unser Herz voll Sabbathsstille! Daß von fern aus deinen Höhen Wir des Lichtes Aufgang sähen, Das uns alle dann verkläret, Wenn der Sabbath ewig währet.

3. Was ich strahlen feh' am Throne, Ist es nicht der Sieger Krone? Was ich über'm Grab dort höre, Sind's nicht über­winderchöre? Feiernd tragen sie die Palmen, Jhr Triumph erschallt in Psalmen. Herr, du wollest selbst mich weihen Diesem Sabbath dei ner Treuen.

4. Möge dein Verdienst bedecken Meiner Seele Schuld und Flecken, Daß ich dort kann mit den Dei­nen Herrlich und geschmückt er= scheinen, Dort, wo du voll Huld und Gnaden Uns zu deinem Mahl geladen, Wo die Streiter nicht mehr ringen, Wo sie Siegeslieder fingen.

Friedr. Gottl. Klopstock,* 1724, 1803

Mel. Die Tugend wird durch's.

17. Beschwertes Herz leg' ab die Sorgen, Erhebe dich, gebeugtes Haupt! Es kommt der angenehme Morgen, Da Gott zu ruhen uns erlaubt. Die Ruhe hat er vorgeschrieben und selbst den Ruhetag geweiht. Auf, auf, des Herrn Gebot zu üben, 3u seinem Dienst sei gern bereit.

2. Auf! laß die Welt aus dei nem Sinne, Dein irdisch Werk muß ferne- stehn. Du sollst zu höherem Gewinne In deines Got­tes Tempel gehn, Jhm zu erfüllen deine Pflichten, Froh zu vermehren seinen Ruhm, In tiefster Demut zu verrichten Dein geistlich Werk und Priestertum.

3. So bin ich, Gott, vor dir erschienen Und fleh, um deines Geistes Kraft. Wie kann ich dir wohl würdig dienen, Wenn er nicht in mir wirkt und schafft? Wie soll ich freudig vor dich tre­ten, Wenn er nicht stillt der Sün­den Schmerz? Wie kann ich gläu­big zu dir beten, Wenn er nicht stärkt mein blödes Herz?

4. Kann meines Herzens Harfe flingen, Wenn sie dein Finger nicht berührt? Kann ich zu dir empor mich schwingen, Wenn nicht dein Arm mich aufwärts führt? Kann ich ein reines Opfer werden, Wenn nicht dein Feuer auf mich fällt, Jn mir verzehrt die Lust der Er­den Und mich belebt für jene Welt?

5. Erkauft hat Jesus mich so teuer, 3u seinem Tempel mich geweiht. Hier sei dein Herd, hier sei dein Feuer, Die Fülle deiner Herrlichkeit! Vollführe, was du angefangen, Neig' auch zu mir dein Angesicht; Dann ist der Seele aufgegangen Des Sabbaths rech­tes Freudenlicht.

Wegleiter, 1659, 1796.

Vict. Ach, was soll ich Sünder. err, es ist der er­

18. Hichienen, der mich dein gedenken heißt und mich zu

dem

Himmel weist. Sieh', ich komme,

dir zu dienen; Richte du mich selber zu, Daß ich deinen Willen thu'.

2. Halte fern an diesem Mor­gen Von mir das Geräusch der Welt, Die mir nur zu leicht ge­fällt. Brich die Macht der eitlen Sorgen, Daß ich heut', von allem frei, Dir allein ergeben sei.

3. Schmücke mich mit deinen Gaben, Stärke mich mit deiner Kraft, Die den neuen Menschen schafft. Welche Wonne werd' ich haben, Wenn in heiliger Begier

ch mich freue, Herr, in dir! 4. Gib, daß mich dein Wort durchdringe, Steh mit deinem