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Evangelisches Gesang-Buch / hrsg. nach den Beschlüssen der Synoden von Jülich, Kleve, Berg, und von der Grafschaft Mark, mit Genehmigung Eines hohen Ministerii der geistlichen Angelegenheiten
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Sonntagslieder.

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ren so zu Herzen dring', Daß es auch reiche Früchte bring'.

7. Komm, in uns zu wohnen,| uns dein göttlich Wort Von Oh­Und laß schon auf Erden uns zum Heiligtum dir werden. Woll'st, o nahes Wesen, Dich in uns ver­klären, Alles Nichtige verzehren. Wo wir gehn, Wo wir stehn, Laß uns dich erblicken, Ganz zu dir uns schicken.

2. Der wahre Glaube ist die Kraft, Die Heil durch Jesum Christum schafft; Die Menschen­lieb' ist dessen Frucht, Die man an Christi Jüngern sucht.

Gerhard Tersteegen, 1697,+1769.

3. Verschaffe bei uns, lieber Herr, Daß wir durch deinen Geist noch mehr In Heilserkenntnis

Mel. Meinen Jesum laß ich nicht.

8. Picht vom eicht, erleuchte nehmen zu, und endlich bei dir

dem Tageslichte, Gnadensonne, zeige dich meinem frohen Angesichte. Deiner Weisheit Himmelsglanz

Konrad Hubert, lebte um 1542.

Mel. Christus, ber ist mein Leben.

Schmücke meinen Sabbath ganz 10. Der Herr, in deffen Gülte

Him­mel freu'n, Der segne, der behüte Dich, seines Volts Verein!

Laß mir deine Ströme fließen, Mache Sinn und Herz bereit, Ihre Fülle zu genießen; Streu' das Wort mit Segen ein, Laß es reich an Früchten sein.

3. Zünde selbst das Opfer an, Das auf meinen Lippen lieget, Und erhelle mir die Bahn, Wo kein Irrtum mich betrüget, Und fein fremdes Feuer brennt, Welches dein Altar nicht kennt.

4. Laß mich heut' und allezeit Heilig, heilig, heilig! singen und mich in die Ewigkeit Mit des Geistes Flügeln schwingen; Selig schmeck' ich dann schon hier, Wie's im bei dir.

5. Dieſer Tag sei dir geweiht, Weg mit allen Eitelkeiten! Ich will deiner Herrlichkeit Einen Tempel zubereiten, Nichts sonst wollen, nichts sonst thun, Als in deiner Liebe ruh'n.

6. Du bist mehr als Salomo, Laß mich deine Weisheit hören. Ich will dich vor deinem Thron Mit gebeugten Knieen ehren, Bis das Licht der Ewigkeit Mich mit vollem Glanz erfreut.

Benjamin Schmolde,* 1672, 1737.

Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns.

9. Gott, du höchster Gna­denhort, Verleih', daß

2. Der Herr, reich ohne Grenzen An Gnad' und an Geduld, Laß hell und mild dir glänzen Das Antlitz seiner Huld!

3. Der Herr, dein Gott, erhebe Den Blick voll Freundlichkeit, Daß er dir Frieden gebe, Wie teine Welt ihn beut!

4. Gesegnet bleib' im Namen Des dreimal heil'gen Herrn! Sein ganzes Volt sprech': Amen! Er fegnet ja so gern.

Karl Bernhard Garve,* 1763, 1841.

Mel. Werde munter, mein Gemüte. ehr und die

11. tätte, Wo die From­men zu dir fleh'n; Laß, so oft ich sie betrete, Mich, o Herr, dein Antlitz seh'n. überall, wohin ich seh', Fühl' ich deines Geistes Näh', Doch die Welt und ihr Getümmel Trübt mir meinen Blick zum Himmel.

2. Von dem Irdischen geschie­den, Von dem Ewigen erfüllt, Find' ich hier den hohen Frieden, Der des Geistes Sehnsucht stillt. An dem Strom der Erdenlust Darbet doch zuletzt die Brust, Und es wird dem Herzen bange Bei des Lebens wildem Drange.