Vorwort.
Nachdem das Bedürfnis eines gemeinsamen, vollständigen und den gegenwärtigen kirchlichen Verhältnissen angemessenen Gesangbuchs fühlbar geworden war und sich von vielen Seiten zu erkennen gegeben hatte, so wurden durch die Gesamtsynode der Grafschaft Mark und bald nachher durch die Provinzialsynode von Jülich, Cleve und Berg Kommissionen zur Redaktion eines zweckmäßigen Gesangbuchs und darnach zur Revision desselben angeordnet, wobei der Grundsaß aufgestellt und festgehalten wurde, daß die beliebtesten Lieder der in diesen Landesteilen gebräuchlichen Gesangbücher beibehalten, die Sammlung derselben mit ausgesuchten Kernliedern aus älterer und neuerer Zeit vermehrt, und der ursprüngliche Text der Lieder, soweit es mit Sprachrichtigkeit, Erbaulichkeit und Verschiedenheit der bisher schon im Gebrauch befindlichen Rezensionen vereinbar sein würde, möglichst unverändert beibehalten werden sollte. Diese Kommissionen beider Synoden haben zuerst abgesondert von einander ihre Arbeit mit Eifer begonnen und fortgesetzt, darnach, da von der märkischen GesangbuchsKommission schon ein Probegesangbuch gedruckt und zur Begutachtung vorgelegt war, sich brüderlich mit einander vereinigt, und unter dem göttlichen Segen
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