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4. Jeder Teil des Psalmtons besteht wieder aus zwei Teilen, nämlich dem Hauptton und der Schlußänderung. Der Hauptton ist immer ein und dieselbe Note und enthält so viel Silben, als nach der Abrechnung der Schlußänderung jeder Teil des Verses noch Silben behält. Die Hauptsache dabei ist nun, daß man die Schlußänderung findet, welche aus vier oder mehr Silben bestehen kann.
5. Die Hauptregel zur Auffindung der Schlußänderung ist nun diese: Man suche vom Schluß jedes Versteils rückwärts die beiden letzten betonten Silben, so bilden alle Silben, von der vorlegten betonten Silbe bis zum Schluß des Versteils, die Schlußänderung.
6. Die zweite Hauptregel ist die: Hinter jeder betonten Silbe muß wenigstens eine unbetonte stehen. Wenn daher die letzte betonte Silbe auch zugleich die letzte Silbe des Versteils ist, so gilt sie als unbetont, und erst die dann rückwärts zuerst vorkommende betonte Silbe wird als die letzte betonte gerechnet. Das Wort: Herrn wird in der Schlußänderung immer zweifilbig Herren gesungen.
7. Der erste Vers eines Psalms hat in seinem ersten Versteile auch noch die sog. Intonation, oder den Ansatz und besteht aus zwei oder drei Noten oder Tönen, die fast immer von unten nach oben aufsteigen. Aber nur der erste Vers hat diese Intonation, außer dem Lobgesang der Maria, welcher den Ansatz in allen Versen behält. Fängt ein Psalm mit Halleluja an, wie Pf. 148, so wird das Halleluja im Hauptton gesungen und dann der erste Vers mit dem Ansatz begonnen. Die Überschriften der Psalmen, wie: ein Psalm Davids 2c. und das öftere Schlußwort: Sela werden nie mitgeſungen.
Diese furze Anweisung möge zu nachfolgenden Beispielen zu den Pſalmtönen hier genügen. Eine ausführliche und tüchtige Anweisung findet sich in dem Büchlein:
Der Psalter, nach Dr. M. Luthers Übersegung, zum Singen eingerichtet vom Pfarrer Lorging. Bu haben für 75 Pfg. in der Buchhandlung von C. Bertelsmann in Gütersloh. 4. Auflage.


