5.
Heimweh.
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1. Hin nach oben möcht ich ziehen, Hin nach mei- nes Vaters
Haus; Wo die ew gen Höhen glüt- hen, Wo die Himmelsblumen
=
blüt- hen, Ruhte mei- ne See- le aus, Ruhte meine See- le aus.
2. Hätt ich Flügel, hätt ich Flügel, Flög ich auf zu meinem Stern; Über Meere, Thäler, Hügel, Ohne Schranke, ohne Zügel Folgt ich immer meinem Herrn.:,:
3. Still und selig mit Marien Ihm zu Füßen säß ich da; Immer möcht ich vor ihm knieen, In mich seine Worte ziehen, Hätt ihn immer hold und nah.:,:
4. Ach, das war ein schöner Segen, Wenn er mit Jüngern ging, Auf den Feldern, auf den Wegen Jedes Herz wie Maienregen, Seines Wortes Trost empfing.:,:
5. Ander Los ist uns bereitet: Wie auch grünet rings das Land, Wie sich rings die Ferne breitet- Der uns rufet, der uns leitet, Unser holder Freund entschwand.:,:
6. Aufgehoben, aufgenommen In den Himmel ist er nur; Herrlich wird er wieder kommen: Seine Treuen, Stillen, Frommen Folgen immer seiner Spur..
7. Einst erklingen andre Stunden Und das Herz nimmt andern Lauf; Erdenjammer ist verschwunden, In den selgen Liebeswunden Löset aller Schmerz sich auf.:;:
8. Meine Seele, gleich der Taube, Die sich birgt im Felsenstein, Wird der Erde nicht zum Raube: In den Himmel dringt der Glaube, Meine Lieb und Sehnsucht ein.::
9. Will mich denn zufrieden geben, Fassen mich in stillem Sinn; All mein Denken, all mein Streben, Meine Lieb und auch mein Leben Geb ich meinem Freunde hin.:,:


