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das Haupt, wir seine Glieder; Er das Licht und wir der Schein; Er der Meister, wir die Brüder; Er ist unser, wir sind sein.
2. Halleluja! welche Höhen, Welche Tiefen reicher Gnad, Daß wir dem ins Herze sehen, Der uns so geliebet hat; Daß der Vater aller Geister, Der der Wunder Abgrund ist, Daß du, unsichtbarer Meister, Uns so fühlbar nahe bist!
3. Ach, du holder Freund, vereine Deine dir geweihte Schar, Daß sie sich so herzlich meine, Wies dein letzter Wille war; Ja, verbinde in der Wahrheit, Die du selbst im Wesen bist, Alles, was von deiner Klarheit In der That erleuchtet ist.
4. Laß uns so vereinigt werden, Wie du mit dem Vater bist, Bis schon hier auf dieser Erden Kein getrenntes Glied mehr ist: Und allein von deinem Brennen Nehme unser Licht den Schein: Also wird die Welt erkennen, Daß wir deine Jünger sein.
Mel. Wie groß ist des Allmächtgen Güte.
12. O daß doch bald dein Feuer brennte, Du unaussprechlich Liebender, Und bald die ganze Welt erkennte, Daß du bist König, Gott und Herr! Zwar brennt es schon in heller Flamme, Jetzt hier, jetzt dort, in Ost und West, Dir, dem am Kreuz erwürgten Lamme, Ein herrlich Pfingst- und Freudenfeſt.
2. Beleb, erleucht, erwärm, entflamme Je mehr und mehr die ganze Welt, Und zeig dich jedem Völkerstamme Als Heiland, Friedefürst und Held! Dann tönen dir von Millionen Der Liebe Jubelharmonien, Und alle die auf Erden wohnen, Knien vor den Thron des Lammes hin!
3. Erwecke, läutre und vereine Des ganzen Christenvolkes Schar, Und mach in deinem Gnadenscheine Dein Heil doch jedem offenbar; Schmelz alles, was sich trennt, zusammen, Und baue deinen Tempel aus; Laß leuchten deine heilgen Flammen Durch deines Vaters ganzes Haus.
13. Fahre fort, Fahre fort, Zion, fahre fort im Licht! Mache deinen Leuchter helle, Laß die erste Liebe nicht, Suche stets die Lebensquelle! Zion, dringe durch die enge Pfort! Fahre fort, Fahre fort! 2. Brich herfür,:,: Zion, brich herfür in Kraft! Weil die Bruder


