Nun homm, der Heiden Heiland.
XIV.
Veni Redemptor.
un komm, der Heiden Heiland, Der Jungfrauen Kind erkannt, Daß sich wund're alle Welt; Gott solch' Geburt ihm bestellt.
Er ging aus der Kammer sein,
Dem königlichen Saal so rein; Gott von Art und Mensch, ein Held, Sein'n Weg Er zu laufen eilt.
ein Lauf kam vom Vater her, Und kehrt wieder zum Vater, Fuhr hinunter zu der Höll',
Und wieder zu Gottes Stuhl.
er Jungfrauen Leib schwanger ward, Doch blieb Keuschheit rein bewahrt, Leucht't herfür manch' Tugend schon; Gott da war in seinem Thron.
Richt von Mannsblut noch von Fleisch,
Allein von dem heiligen Geist Ist Gottes Wort worden ein Mensch, Und blüht ein' Frucht Weibes Fleisch.
Der Du bist dem Vater gleich,
Führ' hinaus den Sieg im Fleisch Daß Dein' ew'ge Gott's- Gewalt In uns das frank' Fleisch enthalt'.
ein' Krippen glänzt hell und klar, Die Nacht giebt ein neu' Licht dar, Dunkel muß nicht kommen drein, Der Glaub' bleibt immer im Schein.
Lob sei Gott dem Vater g'than,
Lob sei Gott Sein'm ein'gen Sohn, Lob sei Gott dem heil'gen Geist, Immer und in Ewigkeit.
1524.
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