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Geraer Gesangbuch : zum Gedenktage der feierlichen Einweihung der neuerbauten St. Johanniskirche am 18. Sept. 1885
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und neu hinzugekommene Lieder.

in ihm schon selig werden, noch mehr in Ewigkeit.

6. Mag doch die Welt vergehen mit ihrer stolzen Pracht! Das Glück bleibt ewig stehen, das Gott mir zugedacht. Zwar schließt sich hier mein Lauf; doch, wenn im tiefen Grabe ich ausgeschlummert habe, weckt er mich wieder auf.

7. Die Seel' ist unverloren in Gottes Vaterhand; der Leib wird neu geboren zum bessern Vaterland. Wie selig werd' ich sein! Mit Gott und seinen Frommen soll ich mich da vollkommen in Christo ewig freun.

8. Darum, ob ich schon dulde die Leiden dieser Zeit, wie ich's auch oft verschulde, kommt doch die Ewig­teit. O, die ist ruhevoll! Dann wird mir Gott versüßen, was ich hier dul­den müssen; dann ist mir ewig wohl.

9. Das ist des Vaters Wille, der mich erschaffen hat. Aus seines Sohnes Fülle empfang' ich Gnad' um Gnad', und Gott der heil'ge Geist auf ebner Bahn mich leitet, zum Himmel mich bereitet; sein Name sei gepreist!

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Toten! wohl dem, der Haus und Herz bestellt! Denn ewig Unglück oder Glück hängt nur an einem Augenblick.

4. Herr aller Herren, Tod und Leben hast du allein in deiner Hand. Wie lange du mir Frist gegeben, das ist und bleibt mir unbekannt; hilf, daß ich jeden Stundenschlag an meinen Abschied denken mag.

5. Es kann vor Abend anders werden, als es am Morgen mit mir war; den einen Fuß hab' ich auf Erden, den andern auf der To­tenbahr. Ein kleiner Schritt ist nur dahin, wo ich der Würmer Speise bin.

6. Ein einz'ger Schlag kann alles enden und Fall und Tod beisammen sein. Doch schlage nur mit Vater­händen und schließ' in Christi Tod mich ein, daß, wenn der Leib zu Boden fällt, die Seel' an Jesu Kreuz sich hält.

7. Vielleicht kann ich kein Wort mehr sagen, wenn Auge, Mund und Herz sich schleußt. Drum bet' ich bei gesunden Tagen: Herr, ich be­fehl' dir meinen Geist! Verschließen meine Lippen sich, so rede Jesu Blut für mich.

Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.

8. Kann ich die Meinen nicht ge­

1033. Ich sterbe täglich, und segnen, so segne du sie mehr als

mein Leben eilt immerfort zum Grabe hin. Wer kann mir einen Bürgen geben, ob ich noch morgen lebend bin? Die Zeit geht hin, der Tod kommt her; ach, wer nur im­mer fertig wär'!

ich. Wenn lauter Thränen mir be­gegnen, o Tröster, so erbarme dich und lasse der Verlaßnen Schrein durch deinen Trost erhörlich sein.

9. Dringt mir der letzte Stoß zum Herzen, so schließe mir den Himmel auf; verkürze mir des Todes Schmer­zen und hole mich zu dir hinauf; so wird mein Abschied keine Pein, zwar eilig, dennoch selig sein.

2. Ein Mensch, der sich mit Sünden träget, ist immer reif zu Sarg und Grab; der Apfel, der den Wurm schon heget, fällt endlich unversehens ab. Der alte Bund schließt keinen aus; mein Beib ist auch ein Totenhaus. 3. Es schickt der Tod nicht immer

Boten; er kommet oft unangemeld't 1034. Wer weiß, wie nahe

und fordert uns ins Reich der mir mein Ende! Hin geht die Zeit,

her

Eigene Melodie,

oder: Wer nur den lieben 2c.