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Geraer Gesangbuch : zum Gedenktage der feierlichen Einweihung der neuerbauten St. Johanniskirche am 18. Sept. 1885
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Beiten sich nie bei uns verbreiten, 5. Drum kommen wir, o Herre da nach dem Brot der Hunger ruft. 8. Gedente voll Erbarmen der Leidenden und Armen, Verirrte bring' herein. Die Witwen und die Waisen wollst du mit Troste speisen, wenn sie zu dir um Hülfe schrein.

Gott, und klagen dir all' unsre Not, weil wir jetzt stehn verlassen gar in großer Trübsal und Gefahr.

6. Sieh' nicht an unsre Sünden groß; sprich uns davon aus Gnaden los! Steh' uns in unserm Elend bei, mach' uns von allen Plagen frei!

9. Erhalt' in jeder Ehe beim Glücke wie beim Wehe rechtschaffne Frömmigkeit. Erziehe unsre Ju­gend zur Gottesfurcht und Tugend, mach' sie zu deinem Dienst bereit.

10. Hilf als ein Arzt den Kran­ten; und die im Glauben wanken,

laß nicht zu Grunde gehn. Die Alten heb' und trage, damit sie ihre Plage und Not geduldig überstehn.

11. Bleib' der Verfolgten Stüße, die Reisenden beschüße; die Ster­benden begleit' mit deinen Engel­scharen, laß sie in Frieden fahren zu Bions Freud' und Herrlichkeit.

12. Nun, Herr, du wirst erfüllen, was wir nach deinem Willen in De­mut jetzt begehrt. Wir sprechen gläu­big Amen in unsers Jesu Namen, so wird das Flehen uns gewährt.

7. Hilf, daß von Herzen können wir nachmals mit Freuden danken dir, gehorsam sein nach deinem Wort, dich all'zeit preisen hier und dort. inayounder an

Nöten sein und wissen nicht, wo aus noch ein, un finden weder Hülf' noch Rat, ob wir gleich sor­gen früh und spat:

2. So ist dies unser Trost allein, daß wir zusammen insgemein dich rufen an, o treuer Gott, um Ret­tung aus der Angst und Not;

3. Und heben unser Aug' und Herz zu dir in wahrer Reu' und Schmerz, und bitten um Begnadig­ung und aller Strafen Linderung,

4. Die allen du genädiglich ver­heißest, die da bitten dich in deinem Sohne Jesu Chri der unser Heil und Fürsprech' ist.

Eigene Melodie.

1032. Von Gott will ich nicht lassen, denn er verläßt mich nicht; führt mich auf rechter Straßen, aus Finsternis zum Licht. Er reicht mir seine Hand; am Abend wie am Morgen will er mich wohl versor­gen, wo ich auch bin im Land.

2. Der Menschen Gunst und Liebe wankt oft und ändert sich; doch Got­tes Vatertriebe sind unveränderlich. Er hilft aus aller Not, von Sün­den und von Schanden, aus Retten und aus Banden; er hilft uns ſelbst

vom Tod.

Eigene Melodie.

3. Auf ihn will ich vertrauen,

1031. Wenn wir in höchsten und in der schwersten Zeit auf seine

Hülfe bauen; er wendet alles Leid. Ihm sei es heimgestellt! Leib, Seele, Gut und Leben hab' ich ihm über­geben; er mach's, wie's ihm gefällt!

4. Es kann ihm nichts gefallen, als was mir nüglich ist. Gut meint er's mit uns allen; er gab uns Je­sum Christ. Hat er so viel gethan, so wird er auch gewähren, was unsern Leib ernähren, den Geist erfreuen tann.

5. Lobt ihn mit Herz und Munde, ihn, der uns Beistand schenkt! Ge­segnet ist die Stunde, darin man sein gedenkt. So nutt man recht die Zeit. Wir sollen ja auf Erden in