378 Der kleine Katechismus Dr. Martin Luthers 2c.
Ware oder Handel an uns bringen, sondern ihm sein Gut und Nahrung helfen bessern und behüten. NEOG canon
Das achte Gebot.
Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
Was ist das?
Wir follen Gott fürchten und lieben, daß wir unsern Nächsten nicht fälschlich belügen, verraten, after reden oder bösen Leumund machen, sondern ihn entschuldigen, Gutes von ihm reden und alles zum besten kehren.
Was ist das?
Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unserm Nächsten nicht mit List nach seinem Erbe oder Hause stehen und mit einem Schein des Rechten an uns bringen, sondern ihm dasselbige zu behalten förderlich und dienstlich sein.
ugaise
Er sagt also:
Ich, der Herr dein Gott, bin ein starter, eifriger Gott, der über die, so mich hassen, die Sünde der Väter
Das neunte Gebot.
Du sollst nicht begehren deines heimsucht an den Kindern bis ins dritte und vierte Glied. Aber denen, Nächsten Haus. so mich lieben und meine Gebote halten, thue ich wohl bis ins tausendste Glied.
Daß zehnte Gebot. d Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh oder alles, was sein ist.
2653
Evelin
Was ist das?
Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unserm Nächsten nicht sein Weib, Gesinde oder Vieh abspannen, abdringen oder abwendig machen, sondern dieselbigen anhalten, daß sie bleiben und thun, was sie schuldig sind.
Der Beschluß.
Was sagt nun Gott von diesen Geboten allen?
90 nap
Das zweite Hauptstück.
istor
Der erste Artikel.
Von der Schöpfung.
Ich glaube an Gott den Vater, allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erden.
Was ist das?
Ich glaube, daß mich Gott geschaffen hat samt allen Kreaturen, mir Leib und Seele, Augen, Ohren und alle Glieder, Vernunft und alle
Was ist das?
Gott drohet zu strafen alle, die diese Gebote übertreten; darum sollen wir uns fürchten vor seinem Zorn und nicht wider solche Gebote thun. Er verheißt aber Gnade und alles Gute allen, die solche Gebote halten; darum sollen wir ihn auch lieben und vertrauen und gerne thun nach seinen Geboten.
Der Glaube.
Sinne gegeben hat und noch erhält; dazu Kleider und Schuh, Essen und Trinken, Haus und Hof, Weib und Kind, Acker, Vieh und alle Güter, mit aller Notdurft und Nahrung des Leibes und Lebens reichlich und täglich versorget, wider alle Fährlichkeit beschirmet und vor allem übel behütet und bewahret; und das alles aus lauter väterlicher, göttlicher Güte und Barmherzigkeit, ohne all mein Verdienst und


