Druckschrift 
Gesangbuch für die evangelisch-lutherische Landeskirche des Königreichs Sachsen / hrsg. von dem ev.-luth. Landeskonsistorium im Jahre 1883
Entstehung
Einzelbild herunterladen

V. Gebete.

Glauben und wahrer Erkenntnis bis an mein Ende. Laß mich von dir nimmermehr abgeschieden werden, son­dern nimm meine Seele zu dir in dein Reich, durch deinen lieben Sohn, Jesum Christum, unsern Herrn. Amen.

3.

O mein Gott und Vater, nach dem meine Seele verlanget, ich danke dir mit demütigem Herzen für alle deine Wohlthaten, mit welchen du mich in meinem Leben überschüttet hast, und daß du mich als ein Glied deiner Kirche bei deinem heiligen Wort und Sakramenten so gnädig erhalten, be­hütet und beschirmt hast, mich auch jetzt durch Krankheit und den Tod all gemach bei der Hand nimmst, um mich in dein himmlisches Haus einzuführen. Sei mir ein gnädiger Gott und rechne mir meine vielfältigen Sünden nicht zu, sondern rechne mir

375

linderst und ihm helfest zu seiner Ruhe. Ich befehle dir meine seufzende und kämpfende Seele, daß sie von allem Bösen befreit, von den Engeln ge­tragen werde in Abrahams Schoß. Ich befehle dir auch alle die Meinigen; sei du ihr Gott und führe sie zu seiner Zeit auch in dein seliges Reich. Er­höre mich, mein Gott, um Jesu Christi willen. Amen.

4.

O mein himmlischer Bater, Gott und Vater unsers Herrn Jesu Christi, du Gott alles Trostes, ich danke dir, daß du mir deinen lieben Sohn Je­sum Christum geoffenbaret hast, an den ich glaube, den ich bekannt, den Ich ich geliebet und gelobet habe. bitte dich, Herr Jesu Christe, laß dir meine Seele befohlen sein. O himn­lischer Vater, ob ich schon diesen Leib lassen und aus diesem Beben hinweg­

rechtigkeit Jeſu Chriſti, welche ich me- geriſsen werden muß, so weiß ich doch

mit

wahrem Glauben ergreife und laß mich durch ihn, der für mich gestorben und auferstanden ist, ewig selig wer­den. Dir und deiner väterlichen Gnade befehle ich alles, was ich bin und habe, wie denn auch alles dein ist und ich alles von dir empfangen habe. Ich befehle dir meinen schwachen Leib, daß du die Schmerzen desselben

gewiß, daß ich bei dir ewig bleibe und aus deinen Händen mich niemand reißen kann. Denn also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einge­borenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren wer­den, sondern das ewige Leben haben. Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist, du hast mich erlöset, Herr, du treuer Gott. Amen.

ald

9. Sprüche, einem Sterbenden zuzusprechen.

Ob ich schon wanderte im finstern Thale, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Psalm 23, 4.

Der Herr wird dich erlösen von allem Übel und dir aushelfen zu seinem himmlischen Reiche; welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. 2. Tim. 4, 8.

Christus ist mein Leben und Ster­ben ist mein Gewinn. Phil. 1, 21.

Fürchte dich nicht, ich habe dich er­löset, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein. Jes. 43, 1.

Wir haben einen Gott, der da hilft, und den Herrn Herrn, der vom Tode errettet. Psalm 68, 21.