Advent und Anfang des Kirchenjahres. 7
Herzen zu, daß wir alle Stunden werden fromm erfunden und im Glauben scheiden zu den ewgen Freuden.
fiegen, die Macht der Finsternis erliegen, und lösch der Zwietracht Glimmen aus; daß wir, die Völker und die Thronen, vereint als Brüder wieder wohnen in deines großen Vaters Haus! Friedrich Rückert. † 1866.
20.
Eigene Melodie. 59.
Gottes Sohn ist kommen uns zum Heil und Frommen hier auf diese Erden uns gleich an Gebärden, daß er uns von Sünde freie und entbinde.
2. Er kommt auch noch heute und belehrt die Leute, wie sie sich von Sünden solln zur Buße wenden, von Irrtum und Thorheit treten zu der Wahrheit.
3. Die sich sein nicht schämen, seinen Dienst annehmen durch den rechten Glauben und ihm ganz vertrauen, denen wird er eben ihre Sünd vergeben.
4. Er thut ihnen schenken in den Sakramenten selber sich zur Speiſe, sein Lieb zu beweisen, daß fie fein genießen in ihrem Gewissen.
5. Die treu und ergeben ihm beständig leben, ihm, dem Herrn in allem trachten zu gefallen, werden auch mit Freuden einst von hinnen scheiden.
6. Denn bald und behende kommt ihr letztes Ende; da wird er vom Bösen ihre Seel erlösen und sie mit sich führen zu der Engel Chören.
7. Von dort wird er kommen, wie er aufgenommen, wann die Toten werden aufstehn von der Erden und zu seinen Füßen sich darstellen müssen.
8. Da wird er sie scheiden: seines Reiches Freuden erben alle Frommen; doch die Bösen kommen dahin, wo sie müssen ihr Untugend büßen.
9. Ei nun, Herre Jesu, schick unsre
Böhmische Brüder. 1544. ( Johann Horn. † 1547.)
21.
Mel. 128: Nun komm, der Heiden 2c.
Gott
sei Dank durch alle Welt, der sein Wort beständig hält und der Sünder Trost und Rat zu uns hergesendet hat.
2. Was der alten Väter Schar höchster Wunsch und Sehnen war, und was sie geprophezeit, ist erfüllt nach Herrlichkeit.
3. Zions Hilf und Abrams Lohn, Jakobs Heil, der Jungfrau Sohn, der wohl zweigestammte Held hat sich treulich eingestellt.
4. Sei willkommen, o mein Heil! Hosianna, o mein Teil! Richte du auch eine Bahn dir in meinem Her
zen an.
5. Zeuch, du Ehrenkönig, ein, es gehöret dir allein; mach es, wie du gerne thust, rein von aller Sünden Wust.
6. Und wie deine Zukunft war voller Sanftmut, ohn Gefahr, also sei auch jederzeit deine Sanftmut mir bereit.
7. Tröste, tröste meinen Sinn, weil ich schwach und blöde bin, und des Satans schlaue List sich zu hoch für mich vermißt.
8. Tritt der Schlangen Kopf entzwei, daß ich, aller Ängsten frei, dir im Glauben um und an selig bleibe zugethan;
9. Daß, wenn du, o Lebensfürst, prächtig wieder kommen wirst, ich dir mög entgegengehn und vor dir gerecht bestehn. Heinrich Held. Um 1650.


