506 Der kleine Katechismus Dr. Martin Luthers ac.
Den Eltern.
wohl vorstehe, der gehorsame Kinder habe, mit aller Ehrbarkeit, nicht ein Neuling, der ob dem Worte halte, das gewiß ist, und lehren kann, auf daß er mächtig sei zu ermahnen durch die heilsame Lehre und zu strafen die Widersacher. In der ersten Epistel zu Timoth. am dritten Kapitel.
nicht zu Zorn, daß sie nicht scheu Ihr Väter, reizet eure Kinder der Zucht und Vermahnung zu dem werden, sondern ziehet sie auf in Herrn. Zun Ephefern am sechsten Kapitel.
Von weltlicher Obrigkeit.
Jedermann sei unterthan der Obrigkeit; denn die Obrigkeit, so allenthalben ist, ist von Gott geordnet. Wer aber der Obrigkeit widerstrebet, der widerstrebet Gottes Ordnung; wer aber widerstrebet, wird sein Urteil empfahen. Denn sie trägt das Schwert nicht umsonst, fie ist Gottes Dienerin, eine Räche rin zur Strafe über die, so Böses thun. Zun Römern am dreizehnten Kapitel.
Den Ehemännern.
Ihr Männer, wohnet bei euren Weibern mit Vernunft nd gebet dem weiblichen als dem schwächsten Werkzeuge seine Ehre, als Miterben der Gnade des Lebens; auf daß euer Gebet nicht verhindert werde. In der ersten Epistel Petri am dritten Kapitel. Und seid nicht bitter gegen sie. Zun Kollossern am dritten Kapitel.
Den Ehefrauen.
Die Weiber seien unterthan ihren Männern, als dem HErrn; wie Sara Abraham gehorsam war und hieß ihn Herr, welcher Töchter ihr worden seid, so ihr wohl thut und nicht so schüchtern seid. In der ersten Epistel Petri am dritten Kapitel.
Den Kindern.
Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem HErrn; denn das ist billig. Ehre Vater und Mutter, das ist das erste Gebot, das Verheißung hat, nämlich, daß dir's wohlgehe und du lange lebest auf Erden. Zun Ephesern am sechsten Kapitel.
Den Knechten, Mägden, Tage
löhnern und Arbeitern. Ihr Knechte, seid gehorſam euren leiblichen Herren, mit Furcht und Zittern, in Einfältigkeit eures Herzens, als Christo selbst, nicht mit Dienst allein vor Augen, als Menschen zu gefallen, sondern als die Knechte Christi, daß ihr solchen Willen Gottes thut von Herzen mit gutem Willen. Laßt euch dünken, daß ihr dem HErrn und nicht den Menschen dienet; und wisset, was ein jeglicher Gutes thut, das wird er empfahen, er sei Knecht oder frei.
Den Hausherren und Hausfrauen.
Ihr Herren, thut auch dasselbige gegen ihnen und lasset euer Dräuen und wisset, daß ihr auch einen HErrn kein Ansehen der Person. Ephes. 6. im Himmel habt und ist bei ihm
Der gemeinen Jugend.
Ihr Jungen, seid den Alten unterthan und beweiset darin die Demut; denn Gott widerstehet den Hoffärtigen, aber den Demütigen
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