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Das kleine Communion-Buch : ein Auszug aus dessen größerem Communion-Buch / von Prälat Dr. Kapff, Stiftsprediger und Oberkonsistorialrat in Stuttgart
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Belehrung über die Kraft

läßt sich nicht trennen, im Versöhnungsmittel wird Versöhnung gegeben. Daher sagt Luther: Wer den Worten für euch gegeben und vergossen" glaubt, der hat, was sie sagen und wie sie lauten, nämlich ,, Vergebung der Sünden." Und Calvin sagt: ,, Es würde uns nichts nüßen, daß Christi Fleisch Einmal als Opfer für uns geschlachtet ist, wenn wir nicht jeßt noch dieses heilige Mahl essen würden."

Natürlich ist auch außer dem Abendmahl täglich Versöhnung zu erlangen durch den Glauben, aber am Tisch des Herrn wird sie uns doch gewisser, wie durch Brief und Siegel und Unterpfand zugesichert, so daß ein über sein Sündenelend bekümmerter Abend­mahlsgenosse denken darf: so gewiß ich JEsu Leib esse und sein Blut trinke, so gewiß empfange ich Ver­gebung aller meiner Sünde.

Aber eben um solcher Versöhnung mit GOtt recht theilhaftig zu werden, muß uns die Todesfeier JEsu auch ein Mahl der Versöhnung mit allen Menschen seyn, denn wenn wir nicht vergeben, so wird uns auch nicht vergeben( Matth. 6, 15. 5, 23.). Friede mit GOtt ist nicht möglich im Unfrieden mit Menschen. Stehen wir so in der rechten Sanftmuth und Liebe gegen alle Menschen, so erkennen wir

3) Das Abendmahl als Vereinigungsmahl. JEsus sagt: Wer mich isset, der wird leben um meinetwillen. Wer mein Fleisch isset und trinket mein Blut, der bleibet in mir und ich in ihm( Joh. 6, 51-58.). Das Bleiben Christi in uns bedeutet die wesentliche Vereinigung, in die er sich mit denen begibt, zu denen er nach Joh. 14, 23. kommt mit