Gebet bei den Kranken
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und Auferstehung bezeuget, des auf's allergewisseste und sicherste bist, daß alle Deine Sünden von Dir auf Christum, ja nun auch von Christo ganz und gar hinweg gethan und ewig vertilget sind, und also gar vor Gottes Angesicht kein Ursach des Zorns und Verdammnis über die Gläubigen vorhanden, sondern eitel Gnad, Troft, Leben und Seligkeit, sintemal unser lieber Herr Gott Dich nun in seinen Augen hat, nicht als einen bösen verdammten Sünder von Adam geboren, sondern als ein ganz gerechtes, heiliges und sein liebes Kind in Christo, in welches Gerechtigkeit und Leben Du so gewißlich leben und selig sein sollst( sofern Du es glaubest) ewiglich, als gewiß und wahrhaftig er nicht in seinen eigenen, sondern in Deinen Sünden Gottes Zorn getragen und gestorben ist: so siehe und tröste Dich solcher Gnaden und wisse, daß die Sünde, Gottes Gericht, der Tod und Hölle gar nichts mehr mit Dir zu schaffen haben, sondern Christus, das einige Lamm Gottes, trägt sie, Joh. am 1., der sie auf sich genommen und nicht allein auf sich genommen, sondern auch durch sich selbst überwunden und ewig vertilget hat. Derhalben Du durch und in demselbigen Deinem Herrn Jesu Christo aller Gnaden, Trosts, Heils und Seligkeit zu Gott dem Vater Dich versehen, und in solcher tröstlichen Zuversicht zu seinem gnädigen, väterlichen Willen ergeben sollst und sagen: Der Herr ist mein Sicht; vor wem sollt ich mich fürchten? Mein Vater im Himmel, dein Wille geschehe. In deine Hände befehl ich meinen Geist. Amen.
Und nachdem die Kirchendiener die Kranken nicht allein einmal, sondern zum Öftern, auch ungefordert, besuchen sollen, damit solches nicht ohne Frucht abgehe, sollen sie, wenn es anders den Kranken Schwachheit halben zu hören nicht beschwerlich, ein Kapitel aus der heiligen Schrift, so vornehmlich zum Trost den Kranken dienlich, dem Kranken vorlesen, als da sind das 14., 15., 16. und 17. Kapitel Johannis, das 15. Kapitel Lukas, das 5. und 8. Kapitel an die Römer, das 15. Kapitel der 1. Korinthern, das 53. Kapitel Jesaiä; item den 15., den 51, den 103. Pfalm, und was dergleichen ein verständiger Seelsorger für die Kranken zu sein befindet.dser tout
Es soll auch der Kirchendiener bei den Kranken mit samt den Anwesenden, ſo oft es sein mag, das chriftliche Gebet thun auf folgende oder dergleichen Weise:)
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sad den nyadil Gebet bei den Kranken.
Ewiger, barmherziger Gott und Vater unsers Herrn Jefu Chrifti, der du Tod und Leben allein in deiner Hand hast und ohne Unterlaß also für uns sorgest, daß weder Gesundheit noch Krankheit, noch irgend etwas Gutes oder Böses uns wide fahren, ja auch kein Haar von unserm Haupte fallen kann ohne deinen väterlichen Willen, auch alles, was uns in diesem Leben und
sprochen haft: ,, Rufe mich an in der Not, so will ich dich retten und du sollst mich preisen; er begehret mein, so will ich ihm aushelfen; er kennet meinen er will ihn erhören, ich bin bei ihm in der Not, ich will ihn herausreißen und zu Ehren machen, ich will ihn sättigen mit langem Leben und ihm zeigen mein Heil!" Wir bitten dich, demnach du uns mit Schwachheit unseres Leibes oder anderer Trübfal heimsuchest, so wollest du uns auch verleihen die Gnade deines heiligen Geistes, daß wir erstlich aus solcher väterlichen Rute von Herzen erkennen, daß wir mit unsern mannigfaltigen Sünden wohl verdient hätten, daß du uns gar viel heftiger straftest, darnach auch diesen lebendigen Trost stets und fest in unserm Herzen behalten, daß ſolche gnädige Heimsuchung nicht ein Zeichen deines Zornes ist, sondern deiner väterlichen Liebe gegen uns, dieweil du uns darum züchtigest, auf daß wir nicht mit dieser Welt verdammet werden, sondern durch Übung und Mehrung unseres Glaubens, wahre Bekehrung, findlichen Gehorsams, und Anrufung deiner Gnade, je mehr und mehr zu dir gezogen werden, und deinem lieben Sohne Jesu Christo, als Glieder unserm Haupte, im Leiden und in der Herrlichkeit gleichförmig gemacht. Gieb uns derhalben Geduld und Beständigkeit im rechten Vertrauen auf deine Barmherzigkeit, und laß uns dieselbige erscheinen mit gnädiger Linderung des Kreuzes, das uns deine väterliche Hand hat aufgelegt, und wende daffelbe nach deinem gnädigen Willen zu der Ehre deines heiligen Namens und unserer Seelen Heil und Seligkeit, durch deinen allerliebsten Sohn, unfern Herrn Jesum Christum welcher uns diese Verheißung hat gethan: Ich sage euch auch, wo zween
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