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Christliches Gesangbuch für die evangelischen Gemeinden des Fürstenthums Minden und der Grafschaft Ravensberg : [nebst] Zur Liturgie [und] Gebete für evangelische Christen auf alle Wochen-, Sonn- und Festtage, so wie bei besondern Feiern und Anlässen [und] Episteln und Evangelien [...]
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Episteln und Evangelien.

glauben. Denn es werden falsche aber des Herrn Tag kommen als ein Christi und falsche Propheten aufste- Dieb in der Nacht, in welchem die hen, und große Zeichen und Wunder Himmel zergehen werden mit gro­thun, daß verführet werden in den ßem Krachen, die Elemente aber Irrthum, wo es möglich wäre, auch werden vor Hitze schmelzen, und die die Auserwählten. Siehe, ich habe Erde und die Werke, die darinnen es euch zuvor gesagt. Darum, wenn sind, werden verbrennen. So nun sie zu euch sagen werden: Siehe, er das alles soll zergehen, wie sollt ihr ist in der Wüste, so gehet nicht hin- denn geschickt sein mit heiligem Wan­aus; siehe, er ist in der Kammer, so del und gottseligem Wesen, daß ihr glaubet nicht. Denn gleichwie der wartet und eilet zu der Zukunft des Bliz ausgehet vom Aufgang und Tages des Herrn, in welchem die scheinet bis zum Niedergang, also Himmel vom Feuer zergehen und die wird auch sein die Zukunft des Men- Elemente vor Hitze zerschmelzen wer­schen Sohns. Wo aber ein Aas ist, den! Wir warten aber eines neuen da sammeln sich die Adler. Himmels und einer neuen Erde, nach seiner Verheißung, in welchen Ge­rechtigkeit wohnet. Darum, meine Lieben, dieweil ihr darauf warten follet, so thut Fleiß, daß ihr vor ihm unbefleckt und unsträflich im Frieden erfunden werdet.

Am 26. Sonntage nach Trini­tatis.

Epistel. 2. Petri 3, 8-14.

Und wisset das aufs erste, daß in den letzten Tagen kommen werden Spötter, die nach ihren eigenen Lit­ften wandeln und sagen: Wo ist die Verheißung seiner Zukunft? Denn nachdem die Väter entschlafen sind, bleibt es alles, wie es von Anfang der Creatur gewesen ist. Aber muth­willens wollen sie nicht wissen, daß der Himmel vorzeiten auch war, da­zu die Erde aus Wasser und im Was­fer bestanden durch Gottes Wort; dennoch ward zu der Zeit die Welt durch dieselbigen mit der Sündfluth verderbet. Also auch Himmel jetzt und die Erde werden durch sein Wort gesparet, daß sie zum Feuer behalten werden am Tage des Ge­richts und Verdammniß der gottlo­sen Menschen. Eins aber sei euch un­verhalten, ihr Lieben, daß Ein Tag vor dem Herrn ist, wie tausend Jah­re, und tausend Jahre wie Ein Tag. Der Herr verzeucht nicht die Verhet­Bung, wie es etliche für einen Ver­zug achten, sondern er hat Geduld mit uns und will nicht, daß jemand verloren werde, sondern daß sich je dermann zur Buße kehre. Es wird

Evangelium. Matth. 25, 31-46. Wenn aber des Menschen Sohn kommen wird in seiner Herrlichkeit, und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er sißen auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit, und werden vor ihm alle Völker versammelt werden, und er wird sie von einander schei­den, gleich als ein Hirte die Schafe von den Böden scheidet, und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zur Linken. Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommet her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbet das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt. Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mich gespeiset. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mich getränket. Ich bin ein Gast gewesen und ihr habt mich beherberget. Ich bin nacket gewesen und ihr habt mich bekleidet. Ich bin trant gewesen und ihr habt mich be­suchet. Ich bin gefangen gewesen und ihr seid zu mir gekommen. Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir