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Episteln und Evangelien.
etwa von einem Fehler übereilet der seiner Länge eine Elle zusetzen würde, so helfet ihm wieder zurecht möge, ob er gleich darum forget? mit sanftmüthigem Geist, die ihr Und warum forget ihr für die Kleigeistlich seid, und siehe auf dich selbst, dung? Schauet die Lilien auf dem daß du nicht auch versuchet werdest. Felde, wie sie wachsen; sie arbeiten Einer trage des andern Last, so wer- nicht, auch spinnen sie nicht. Ich det ihr das Gesetz Christi erfüllen. fage euch, daß auch Salomo in aller So sich aber jemand lässet dünken, seiner Herrlichkeit nicht bekleidet geer sei etwas, so er doch nichts ist, wesen ist, als derselbigen eins. Šo der betrüget sich selbst. Ein jeglicher denn Gott das Gras auf dem Felde aber prüfe sein selbst Werk, und als- also kleidet das doch heute stehet und dann wird er an ihm selber Ruhm morgen in den Ofen geworfen wird, haben und nicht an einem andern. sollte er das nicht vielmehr euch thun, Denn ein jeglicher wird seine Last o ihr Kleingläubigen? Darum sollt tragen. Der aber unterrichtet wird ihr nicht sorgen und sagen: Was mit dem Worte, der theile mit aller werden wir essen, was werden wir lei Gutes dem, der ihn unterrichtet. trinken, womit werden wir uns kleiIrret euch nicht, Gott läßt sich nicht den? Nach solchem allen trachten die spotten. Denn was der Mensch säet, Heiden; denn euer himmlischer Vadas wird er ernten. Wer auf sein ter weiß, daß ihr deß alles bedürfet. Fleisch fäet, der wird von dem Fleisch Trachtet am ersten nach dem Reiche das Verderben ernten; wer aber auf Gottes und nach seiner Gerechtigden Geist jäet, der wird von dem keit, so wird euch solches alles zufalGeist das ewige Leben ernten. Las- len. Darum sorget nicht für den set uns aber Gutes thun und nicht andern Morgen; denn der morgende müde werden, denn zu seiner Zeit Tag wird für das Seine sorgen. Es werden wir auch ernten ohne Auf- ist genug daß ein jeglicher Tag seine hören. Als wir nun Zeit haben, so eigene Plage habe. lasset uns Gutes thun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genoffen.
Evangelium. Matth. 6, 24-34. Niemand kann zween Herren dienen; entweder er wird einen hassen und den andern lieben, oder er wird einem anhangen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. Darum sage ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht für euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr, denn die Speise, und der Leib mehr, denn die Kleidung? Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie sähen nicht, sie ernten nicht, fie fammeln nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater nähret sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie? Wer ist unter euch,
Am 16. Sonntage nach Trinitatis.
Epistel. Ephef. 3, 13-21. Darum bitte ich, daß ihr nicht müde werdet um meiner Trübsal willen, die ich für euch leide, welche euch eine Ehre sind. Derhalben beuge ich meine Kniee gegen den Vater unsers Herrn Jesu Christi, der der rechte Vater ist über alles, was da Kinder heißet im Himmel und auf Erden, daß er euch Kraft gebe nach dem Reichthum seiner Herrlichkeit, start zu werden durch seinen Geist an dem inwendigen Menschen und Christum, zu wohnen durch den Glauben in euren Herzen und durch die Liebe eingewurzelt und gegründet zu werden, auf daß ihr begreifen möget mit allen Heiligen, welches da sei die


