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Christliches Gesangbuch für die evangelischen Gemeinden des Fürstenthums Minden und der Grafschaft Ravensberg : [nebst] Zur Liturgie [und] Gebete für evangelische Christen auf alle Wochen-, Sonn- und Festtage, so wie bei besondern Feiern und Anlässen [und] Episteln und Evangelien [...]
Entstehung
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Advent.

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2. Der Grund der Welt war dürres Blatt, Ein Staub, der nicht geleget, Der Himmel war noch nicht gemacht, So hat Gott schon den Trieb geheget, Der mir das Beste zugedacht; Da ich noch nicht geschaffen war, Da reicht er mir schon Gnade dar.

3. Sein Rathschluß war, ich sollte leben Durch seinen einge­bornen Sohn. Den wollt er mir 8. m sichern Schatten dei­zum Mittler geben, Den macht ner Flügel Find ich die unge­er mir zum Gnadenthron; In störte Ruh. Der feste Grund dessen Blute sollt ich rein, Ge- hat dieses Siegel: Wer dein heiliget und selig sein.

ist, Herr, den fennest du. Laß Erd und Himmel untergehn, Dies Wort der Wahrheit bleibet stehn.

4. Wunderliebe, die mich wählte Vor allem Anbeginn der Welt Und mich zu ihren Kin­dern zählte, Für welche sie das Reich bestellt! O Vaterhand, o Gnadentrieb, Der mich ins Buch des Lebens schrieb!

9. Ach könnt ich dich nur besser ehren, Welch edles Loblied stimmt ich an! Es sollten Erd und Himmel hören, Was du, mein Gott, an mir gethan. Nichts ist so köstlich, nichts so schön, Als, höchster Vater, dich erhöhn.

5. Wie wohl ist mir, wenn mein Gemüthe Hinauf zu dieser Quelle steigt, Von welcher sich ein Strom der Güte Zu mir durch alle Zeiten neigt, Daß je­der Tag sein Zeugniß giebt: Gott hat mich je und je geliebt. 6. Wer bin ich unter Millio­nen DerCreaturen seiner Macht, Die in der Höh und Tiefe woh­nen, Daß er mich bis hieher gebracht! Ich bin ja nur ein nach der Ewigkeit.

10. Doch nur Geduld! Es kommt die Stunde, Da mein durch dich erlöster Geist Jm hö­hern Chor mit frohem Munde Dich, schönste Liebe, schöner preist. Drum eilt mein Herz aus dieser Zeit Und sehnt sich

keine Stätte hat.

7. Ja freilich bin ich zu ge­ringe Der herzlichen Barmher­zigkeit, Womit, o Schöpfer aller Dinge, Mich deine Liebe stets erfreut. Ich bin, o Vater, selbst nicht mein, Dein bin ich, Herr, und bleibe dein.

Joh. Gottfr. Heermann, g. 1707, st. 1791.

III. Chrifti Ankunft; Advent.

25. K

Mel. Vom Himmel hoch, da komm ich her. Domm, Heidenhei- Welt! Laß abwärts flammen land, Lösegeld! deinen Schein, Denn so will Komm, schönste Sonne dieser Gott geboren sein.

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