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Christliches Gesangbuch für die evangelischen Gemeinden des Fürstenthums Minden und der Grafschaft Ravensberg : [nebst] Zur Liturgie [und] Gebete für evangelische Christen auf alle Wochen-, Sonn- und Festtage, so wie bei besondern Feiern und Anlässen [und] Episteln und Evangelien [...]
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Gottes Wesen,

nicht hören, Den Weg, den er thu, Du siehst es, wenn ich mir zeigt, nicht gehn? Sein fehle; Nichts, nichts kann dei­Will ist mir ins Herz geschrie- nem Aug entfliehn Und nichts ben, Sein Wort bestärkt ihn mich deiner Hand entziehn. ewiglich: Gott soll ich über al­les lieben und meinen Nächsten gleich als mich.

3. Wenn ich in stiller Ein­samkeit Mein Herz an dich er­gebe Und über deine Huld er­freut Lobsingend dich erhebe, So hörst du es und stehst mir bei, Daß ich dir immer treuer sei.

5. Dies ist mein Dank, dies ist sein Wille: Ich soll vollkom­men sein wie er. So weit ich dies Gebot erfülle, Stell ich sein Bildniß in mir her. Lebt seine 4. Du merkst es, wenn des Lieb in meiner Seele, So treibt fie mich zu jeder Pflicht, Und ob ich schon aus Schwachheit fehle, Herrscht doch in mir die Sünde nicht.

Herzens Rath Verkehrte Wege wählet; Und bleibt auch eine böse That Vor aller Welt ver­hehlet, So weißt du sie und strafest mich zu meiner Bess­rung väterlich.

6. Gott, laß deine Güt und Liebe Mir immerdar vor 5. Du hörest meinen Seuf­Augen sein. Sie stärk in mir zern zu, Daß Hülfe mir erschei­die guten Triebe, Mein ganzes ne; Voll Mitleid, Vater, zähleft Leben dir zu weihn; Sie tröste du Die Thränen, die ich meine; mich zur Zeit der Schmerzen, Du siehst und wägest meinen Sie leite mich zur Zeit des Schmerz Und stärkst mit dei­Glücks Und sie besieg in meinem Trost mein Herz. nem Herzen Die Furcht des letten Augenblicks.

Chr. Fürchteg. Gellert, g. 1715, ft. 1769.

6. O drück, Allgegenwär­tiger, Dies tief in meine Seele, Daß, wo ich bin, nur dich, o Herr, Mein Herz zur Zuflucht Mel. Machs mit mir, Gott, nach wähle, Daß ich dein heilig deiner Güt. Auge scheu Und dir zu dienen

13. Nie bist du, Höchster, eifrig sei.

von uns fern, Du wirkst an allen Enden; Wo ich nur bin, Herr aller Herrn, Bin ich in deinen Händen; Durch dich nur leb und athme ich, Und deine Rechte schüßet mich.

2. Was ich gedenke, merkest du, Du prüfest meine Seele; Du siehst es, wenn ich Gutes

7. Laß überall gewissenhaft Nach deinem Wort mich han­deln Und stärke mich dann auch mit Kraft, Vor dir getrost zu wandeln. Daß du, o Gott, stets um mich seist, Das tröst und bessre meinen Geist.

Christoph Christian Sturm, geb. 1740, ft. 1786.