Tod und Ewigkeit.
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Nä- he se- hen und be grüßen, Was oft den Mut im Pil- gerthal er quickt!
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2. Wie wird uns sein, wenn wir vom hellen Strahle Des ewgen Lichtes übergossen stehn Und, o der Wonne! dann zum ersten Male Uns frei und rein von aller Sünde sehn; Wenn wir durch keinen Makel ausgeschlossen Und nicht zurückgescheucht von Schuld und Bein Als Himmelsbürger, Gottes Hausgenossen Eintreten dürfen in der Selgen Reihn.
3. Wie wird uns sein, wenn nun dem Liebeszuge Zu dem, der uns den Himmel aufgethan, Mit ungehaltnem sehnsuchtsvollem Fluge Die freigewordne Seele folgen fann; Wenn nun vom Aug des Glaubens lichte Hülle Wie Nebel vor der Morgensonne fällt, Und wir den Sohn in seiner Gottesfülle Erblicken auf dem Thron als Herrn der Welt!
4. Wie wird uns sein, wenn wir ihn hören rufen: Kommt, ihr Gesegneten! Wenn wir im Licht, Dastehend an des Gottesthrones Stufen, Ihm schauen in sein gnädig Angesicht; Die Augen sehn, die einst von Thränen flossen Um Menschennot und Herzenshärtigkeit, Die Wunden, die das teure Blut vergossen, Das uns vom ewgen Tode hat befreit!
5. Wie wird uns sein? O, was kein Aug gesehen, Kein Ohr gehört, kein Menschensinn empfand, Das wird uns werden, wird an uns geschehen, Wenn wir hineinziehn ins gelobte Land. Wohlan, den steilen Pfad hinan geklommen! Es ist der Mühe und des Schweißes wert! Dahin zu eilen und da anzukommen, Wo mehr, als wir verstehn, der Herr beschert!
Ph. Spitta, † 1859.
135.
Nach der vorigen Weise.
1. O selig Haus, wo man dich aufgenommen, Du wahrer Seelenfreund, Herr Jesu Christ, Wo unter allen Gästen, die da kommen, Du der gefeiertste und liebste bist; Wo aller Herzen dir entgegen schlagen, Und aller Augen freudig auf dich sehn, Wo aller Lippen dein Gebot erfragen, Und alle deines Winks gewärtig stehn!
2. O selig Haus, wo Mann und Weib in Einer, In deiner Liebe Eines Geistes sind; Wo beide Eines Heils gewürdigt, keiner Im Glaubensgrunde anders ist gesinnt; Wo beide unzertrennbar an dir hangen In Lieb und Leid, Gemach und Ungemach, Und nur bei dir zu bleiben stets verlangen, An jedem guten, wie am bösen Tag!
3. O selig Haus, wo man die lieben Kleinen Mit Händen des Gebets ans Herz dir legt, Du Freund der Kinder, der sie als die Seinen Mit mehr als Mutterliebe hegt und pflegt; Wo sie zu deinen Füßen gern sich sammeln Und horchen deiner süßen Rede zu Und lernen früh dein Lob mit Freuden stammeln, Sich deiner freun, du lieber Heiland, du.
4. O selig Haus, wo Knecht und Magd dich kennen und wissend, wessen Augen auf sie sehn, Bei allem Werk von Einem Eifer brennen, Daß es nach deinem Willen mag geschehn; Als deine Diener, deine Hausgenossen, In Demut willig und in Liebe frei, Das Ihre schaffen froh und unverdrossen, In kleinen Dingen zeigen große Treu.
5. O selig Haus, wo du die Freude teilest, Wo man bei keiner Freude dein vergißt: O selig Haus, wo du die Wunden heilest Und aller Arzt und aller Tröster bist, Bis jeder einst sein Tagewerk vollendet, Und bis sie endlich alle ziehen aus Dahin, woher der Vater dich gesendet, Ins große, freie, schöne Vaterhaus! Ph. Spitta,+ 1859.


