Druckschrift 
Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche : [nebst] Gebete [und] Lektionar
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Adventslieder.

soll dir grünen in stetem Lob und Preis und deinem Namen dienen, so gut es kann und weiß.

3. Was hast du unterlassen zu meinem Trost und Freud? Als Leib und Seele saßen in ihrem größten Leid, als mir das Reich genommen, da Fried und Freude lacht, da bist du, mein Heil, kommen und hast mich froh gemacht.

4. Ich lag in schweren Banden, du kommst und machst mich los; ich stand in Spott und Schanden, du kommst und machst mich groß und hebst mich hoch zu Ehren und schenkst mir großes Gut, das sich nicht läßt verzehren, wie irdisch Reichtum thut.

5. Nichts, nichts hat dich ge­trieben zu mir vom Himmels­zelt als das geliebte Lieben, da­mit du alle Welt in ihren tausend Plagen und großen Jammerlast, die kein Mund kann aussagen, so fest umfangen haſt.

6. Das schreib dir in dein Herze, du hochbetrübtes Heer, bei denen Gram und Schmerze sich häuft

15

8. Auch dürft ihr nicht er­schrecken vor eurer Sündenschuld, nein, Jesus will sie decken mit seiner Lieb und Huld. Er kommt, er kommt den Sündern zum Trost und wahren Heil, schafft, daß bei Gottes Kindern verbleib ihr Erb und Teil.

10. Er kommt zum Welt­gerichte, zum Fluch dem, der ihm flucht, mit Gnad und süßem Lichte dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, o Sonne, und hol uns allzumal zum ewgen Licht und Wonne in deinen Freudensaal!

Paul Gerhardt g. 1607 1676.

Eigene Melodie. Commst

29. K du, Licht der Hei­

je mehr und mehr; seid unverzagt, den? Ja du kommst und säumest ihr habet die Hülfe vor der Thür, nicht, weil du weißt, was uns der eure Herzen labet und tröstet, gebricht; o du starker Trost im steht allhier. Leiden, Jesu, meines Herzens Thür steht dir offen, komm zu mir!

2. Ja du bist bereits zugegen, du Weltheiland, Jungfraunsohn; meine Sinne spüren schon deinen gnadenvollen Segen, deine Wun­derseelenkraft, deine Frucht und Herzenssaft.

7. Ihr dürft euch nicht be­mühen noch sorgen Tag und Nacht, wie ihr ihn wollet ziehen mit eures Armes Macht; er kommt, er kommt mit Willen, ist voller Lieb und Lust, all Angst und Not zu stillen, die ihm an euch bewußt.

9. Was fragt ihr nach dem Schreien der Feind und ihrer Tück? Der Herr wird sie zer­streuen in Einem Augenblick. Er kommt, er kommt ein König, dem wahrlich alle Feind auf Erden viel zu wenig zum Wider­stande seind.