Gebet bei einem Gewitter.
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und vollbringe, was uns heilsam ist. Verleihe ihm christliche Weisheit, daß er das Reich deines Sohnes, unsers Herrn Jesu Christi, erweitere und befestige. Rüste ihn aus mit Kraft und Stärke, daß er alle Hindernisse des Guten und der Wohlfahrt des Landes glücklich besiege. Laß es ihm nie an weisen und redlichen Ratgebern fehlen, welche das Vaterland, Recht und Gerechtigkeit, Religion und Tugend lieben und schützen. Mache ihn zum Vater der Witwen und Waisen, zur Zuflucht der Ges drückten, zum Retter der Unschuldigen, zum Beschüßer aller Guten und zum Schrecken aller Bösen. Erhalte und bewahre sein teures Leben, schüße seine geheiligte Person vor jedem Unfall. Verherrliche an ihm und an seinem Hause deine Gnade. Erfreue ihn durch jeden edlen und erheiternden Lebensgenuß, und schenke ihm vor allem die Liebe seiner Unterthanen. Sei mit unfrem Vaterlande, Herr, unser Gott, wie du bisher mit demselben gewesen bist. Bewahre es gnädig vor Krieg, Teurung, Mißwachs, schädlicher Witterung, vor ansteckenden Krantheiten, vor Feuer und Wassersnot sowie vor Dürre und Wassermangel. Verleihe fruchtbare Jahreszeiten. Laß Wissenschaft und Künste, Handlung und Ackerbau und jedes nügliche Gewerbe in demselben gedeihen. Gieb Friede und Ruhe, Glück und Heil in jedem Stande. Laß in unsrem Lande Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede fich tüssen. Segne uns, Gott, unser Gott, und alle Welt fürchte dich! Amen.
Gebet bei einem Gewitter.
Anmächtiger Gott, Schöpfer und Herr des Himmels und der Erbe! Groß
und herrlich bist du in allen deinen Werken: groß und herrlich, wenn deine Sonne uns leuchtet; groß und herrlich, wenn schwarze Wolken deinen Himmel trüben. Du neigest den Himmel und fährst herab auf dunkeln Wetterwolken. Du donnerst und schleuderst deine Blize, daß sie wie Feuerflammen auf uns herabfahren. Hagel, Blize und Sturmwinde find deine Boten, die deine Befehle ausrichten. Herr, wer kann deiner Macht widerstehen? In einem Augenblick vermagst du uns und alles, was wir besitzen, in Staub und Asche zu verwandeln. Vor dir muß sich der schwache Sterbliche im Gefühl seiner gänzlichen Unmacht beugen, vor bir der verstockte Sünder unter den Schrecken seines Gewissens zittern. Aber du bist der Allgütige, Gnädige und Barmherzige. Deine Donner und Blike erschüttern, aber sie befruchten auch den Erdboden; deine Sturmwinde schrecken uns, aber reinigen und erfrischen die schwüle Luft und geben uns eine erquidende Kühle. Wer unter deinem Schirme fizet, du Höchster, und in dem Schatten deiner Allmacht ruhet, der spricht zu dir: Herr, meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe! Auch im grauenvollen Dunkel bist du bei uns. So breite denn auch in diesen Augenblicken die Flügel deiner Allmacht über uns aus, sei unser Schirm und Schild und wende alle drohende Gefahr von uns ab. Bewahre unser Leben, beschüße unser Eigentum, und behüte gnädig


