Druckschrift 
Leben des Heil : Donatus, glorreichen Blutzeugen, und besondern Schützers in fürchterlichen Witterungen der Luft, aus der französischen Sprache in die deutsche übersetzet und ins Kurze gezogen von einem Verehrer desselben ; mit Genehmhaltung der Obern
Entstehung
Einzelbild herunterladen

24( 21)

gabe ihm demüthigst zu verstehen, daß Donatus von keinen Heyraths Vorschlä­gen das geringste hören wollte; sondern daß er sich glücklich schäßte, seine größte Ehre, und Ruhm in den Diensten seines Fürften zu suchen, und für höchft densel­ben sein Leben dazugeben. Der Kayser, da er dieses vernommen, erkannte wohl, daß dieses alles aus der Lehre, und Grundsäßen des Christenthums herrüh­re, und wollte sich nicht weiter damit eins lassen; sondern überließe die Sache seiner Enklin.

S. X.

Donatus wird heftig versucht, aber auch wunderbarlich beschützt. Lexandria, welche in den Donatus sehr verliebt war, griffe nach allem dem, was dessen Gegenlicb zu gewinnen hin­långlich zu seyn schiene. Es fehlete dieser Fürstinn auch nicht an Mitteln, und Waf­fen, ein hartes ja eisernes Herz zu lenken, und zu besiegen. Sie ware fürstlichen Standes, in ihrem blühenden Alter von einer ausbündigen Schönbeit, reizenden Gebärden, und leutseligen Umgange. Die