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gabe ihm demüthigst zu verstehen, daß Donatus von keinen Heyraths Vorschlägen das geringste hören wollte; sondern daß er sich glücklich schäßte, seine größte Ehre, und Ruhm in den Diensten seines Fürften zu suchen, und für höchft denselben sein Leben dazugeben. Der Kayser, da er dieses vernommen, erkannte wohl, daß dieses alles aus der Lehre, und Grundsäßen des Christenthums herrühre, und wollte sich nicht weiter damit eins lassen; sondern überließe die Sache seiner Enklin.
S. X.
Donatus wird heftig versucht, aber auch wunderbarlich beschützt. Lexandria, welche in den Donatus sehr verliebt war, griffe nach allem dem, was dessen Gegenlicb zu gewinnen hinlånglich zu seyn schiene. Es fehlete dieser Fürstinn auch nicht an Mitteln, und Waffen, ein hartes ja eisernes Herz zu lenken, und zu besiegen. Sie ware fürstlichen Standes, in ihrem blühenden Alter von einer ausbündigen Schönbeit, reizenden Gebärden, und leutseligen Umgange. Die


