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S. IX. Flaminia muntert ihn auf zur Reuschheit. Da nun M. Aurelius alle seine Mühe, ihn mit der gedachten Prinzeßinn zu vermählen, fruchtlos sabe, wendete er sich zu der Flaminia, welche Donatus, ihren Sobn, zärtlich liebte, und von Zeit des Todes ihres Eheherra, des Fauftus, bey ihm wohnte. Der Kayser lebte der geficherten Hoffnung, daß Donatus seiner liebwerthesten Mutter sich nicht w.dersets zen, und auf andere Gesinnungen kommen würde. Aber umsonst dieſe in der That großmüthige, und christliche Mutter, an statt des Kaysers#bsichten zu bes fördern, an statt ihren Sohn zu dergleis chen sehr engen, und gefährlichen Verbindnissen mit der Welt zu bewegen, fuchte vielmehr ihn in dem Fürsag, die Gott geschenkte Keuschheit zu halten, und denfelben darinu zu stärken; ja sie ermahnte ihn viel chender fein Blut für Christum aufzuseßen, als in seinem Versprechen untreu zu werden. Denmächst kehrte Flaminia zurück zu dem Kayser, auf den ihr aufgetragenen Befehl zu antworten. Sie
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