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Flaminia, welche ihr einbildete, daß Donatus keine Würde mit größern Vorzügen, und Verdiensten vertreten könnte, als in dem Kriegswesen, in welchem Stan de er bey den untergebenen Kriegsmåns nern ein Apostel, bey den betranaten Neubes febrten ein Schüßer abgeben würde, stellte ihren Sohn dem Kayser Marcus Aurelius vor, welcher ihn auch mit ftandmäßiger Hochachtung, und gebührender Aufmerk. famkeit zu seinen Diensten annahme. Der Kayser, welcher schon von andern die sels tenen Gemüthsgaben des Donatus in Er fahrung gebracht hatte, machte sich große Hoffnung, daß er dem Römischen Reiche zu seiner Zeit aufrichtige, und große Dienste im Kriege leisten würde. Er gab ihm eine Stelle in der Melitinischen Legis on, welche also genennet wurde, weil die Kriegsmanner zum größten Theil Chris ften, und auf der Insel Maltha angewors ben waren. Donatus war hiemit wohl zue frieden, weil er vielleicht unter den abergläubischen Völkern keinen Dienst anges nommen hatte, aus Furcht, daß seine annoch zarte Jugend von wilden und ehrloA5 fen


