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war, wurde ihm vom Kayfer aufgetragen, das Römische Kriegsbeer anzuführen. Die Mutter Flaminia benamset, war ein Sproß des Adelichen Geschlechts Lamias, und beeiferte sich, ihren Ebeherrn Faustus an fittlichen Zugenden weit zu übertrefs fen. Dieser auferbauliche Lebenslauffeuerte fie täglich mehr, und mehr an zum chriftlichen Glauben. Deshalben fuchte Flaminia die Gelegenheit, mit dem H. Gervasius zu sprechen, dessen fürchtreffliche Tugenden, und scheinbare Heiligkeit zu Mayland besonders angepriesen wurde. Kaum hatte sie mit dem großen Diener Gottes einige Gespräche geführet, da erbrannte sie für Eifer, eine Chriftinn zu werden, und sagte mit berzrübrenden Worten: Ach wie glücklich schätte ich mich, wo du Gervasius mich würdig achteft, eine Christinn zu werden Ich verlange desto sehnlicher dies unschäßbare Glücke, weil ich vernehme, daß der Chris sten GOtt die Sünden verabscheue, ohne daß er aufhöre die Sünder zu lieben. Widerfährt mir diese Gnade, so mache ich mir Hoffnung, nicht allein meine Seligkeit zu wirken, sonderen auch die Genesung mei21 3
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