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[Katholisches Gebethbuch zur Beförderung des wahren Christenthums]
Entstehung
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Gott erlaubt feinen Kindern, ihm ihre Wüns sche und ihr Anliegen vorzutragen. Steigt nun in deinem Herzen, ein Wunsch auf, den du dir zum Inhalt eines Gebeths zu machen nicht ge­trauest, so denke nur gleich, daß er thöricht und fündlich ist, und laß ihn fahren; Seine Erfül lung würde zu deinem Verderben gereichen. Allein in erlaubten Dingen stelle deine Wüns sche allezeit Gott heim, und bethe mit Christo: Vater dein Wille geschehe.

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Bethe nicht bloß um zu bethen; sondern um dadurch besser, getroster, gestärkter zu wers den zur Ausübung der Tugend und Pflicht. Wenn du durch das Gebeth und die fortgesette Ulebung darin ruhiger, zufriedener, geduldiger, thátiger zu deinem und anderer Wohl, liebes voller gegen Gott und Menschen; wenn du ein besserer, und seligerer Mensch geworden bist: dann hast du recht und mit Nußen gebethet. Dieß ist der wahre Segen des Gebethes; das sicherste Kennzeichen, daß es Gott gefällig war und gnädig von ihm erhöret worden ist.

Ein für allemal: Wer recht zu bethen weiß, der weiß auch recht zu leben.

Wenn uns Gott zu bethen erlaubt, wenn wir ihn als unsern Vater anrufen dürfen, so will er, daß wir ein recht kindliches Herz zu ihm bekommen sollen. In allen Begegnissen, in Freud und Leid, denke an Gott, deinen Vas ter. Dieß wird dich im Glücke vor Mißbrauch, X( X( 2

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